VBE gegen "Werteunterricht" als Pflichtfach

Der Bundesvorstand des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) lehnt die Absicht der Berliner Regierungskoalition ab, mit dem Schuljahr 2006/07 einen so genannten "Werteunterricht" als Pflichtfach einzuführen. In einer entsprechenden Entschließung, die der Bundesvorstand auf seiner Sitzung in Freiburg im Breisgau fasste, heißt es:

17.04.2005 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

"Es ist pädagogisch zwingend, dass jeder Unterricht und das gesamte Schulleben wertbezogen gestaltet werden. Grundlage hierfür ist das Werteverständnis des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Die Erziehung zu wertorientiertem Bewusstsein und Handeln kann nicht auf ein einziges Unterrichtsfach reduziert werden." Schülerinnen und Schüler dürften nicht verpflichtet werden, ausschließlich an einem so genannten "Werteunterricht" teilzunehmen. Der Staat könne und müsse Normen setzen, aber Wertentscheidungen entzögen sich prinzipiell seiner Kompetenz.

Der VBE-Bundesvorstand fordert in seiner Entschließung: "Religionsunterricht und so genannter 'Werteunterricht' sind als gleichwertige Wahlpflichtfächer anzubieten. Der Religionsunterricht wird nach Bekenntnissen getrennt in Übereinstimmung mit den Lehren und Grundsätzen der betreffenden Kirche oder Religionsgemeinschaft erteilt. Sowohl der Religionsunterricht als auch der so genannte 'Werteunterricht' stehen unter Aufsicht des Staates."


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