VBE zum Welttag des Buches

"In puncto Leseförderung sind Kindergärten, Grundschulen und Elternhäuser die wichtigsten Orte", betont Ludwig Eckinger, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), anlässlich des Welttages des Buches am 23. April. "Lesen ist die Basiskompetenz für den Einstieg in kulturelle Teilhabe im weitesten Sinne und Leseförderung ist deshalb ein erstrangiger Auftrag unserer demokratischen Gesellschaft", so Eckinger. "Die Lust aufs Lesen und die Vermittlung von Lesekompetenz müssen ganz ganz wichtig genommen werden." Er würdigt in dem Zusammenhang, "an immer mehr Grundschulen gibt es phantasievolle und nachhaltige Leseprojekte, um jedes Kind zu begeistern und Eltern anzusprechen". PISA 2000 sei eine Initialzündung gewesen.

21.04.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Der VBE-Bundesvorsitzende verweist darauf, dass 13 Prozent der Zehnjährigen in Deutschland nur über geringste Lesefähigkeiten verfügten, während zehn Prozent Spitzenkompetenzen aufwiesen. "In der Sekundarstufe ist jeder fünfte 15-Jährige von funktionalem Analphabetismus bedroht, weil sich aus den Buchstabenfolgen für ihn kein Sinn ergibt. Es sind vor allem Kinder und Jugendliche, deren Eltern bildungsfern sind, von niedrigen Einkommen leben müssen, gesellschaftlich benachteiligt sind, und die hoch gefährdet sind, später als Erwachsene ebenfalls sozial benachteiligt zu bleiben", warnt Ludwig Eckinger.

Der VBE startete 2002 gemeinsam mit der Stiftung LERNEN der Schul-Jugendzeitschriften FLOHKISTE/floh! die Lesefitness-Initiative an Grundschulen. Bundesweit haben seitdem bereits knapp 1,6 Millionen Mädchen und Jungen der Klassen 1 bis 4 teilgenommen. Zudem wurde auf der Leipziger Buchmesse 2008 erstmalig der neue bundesweite Grundschulförderpreis "Hauptsache LESEN" für nachhaltige Leseprojekte an drei Grundschulen in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen vergeben.

Der Welttag des Buches wird seit 1995 am 23. April begangen – in Erinnerung der Todestage von Miguel de Cervantes (1547-1616) und William Shakespeare (1564-1616).


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