Brandenburg

Verbesserung der Qualität schulischer Abschlüsse

Zum kommenden Schuljahr startet an brandenburgischen Oberschulen, Gesamtschulen und Förderschulen "Lernen" in öffentlicher und freier Trägerschaft das Förderprogramm "Initiative Sekundarstufe I" (INISEK I) für die Jahrgangsstufen 7 bis 10.

13.04.2015 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Bildungsminister Günter Baaske: "Wir wollen damit die Quote der Schüler ohne Abschluss weiter senken, die Berufs- und Studienorientierung an den Schulen stärken, die Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen verbessern und so den Übergang Schule-Beruf erleichtern." Dafür stehen bis zum Jahr 2021 fast 38 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg zur Verfügung.

Die "Initiative Sekundarstufe I" (INISEK I) startet im Sommer als Anschlussförderung an die erfolgreiche "Initiative Oberschule" (IOS), die zum 31. Juli 2015 ausläuft. Das neue Förderprogramm richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10 an Oberschulen, Gesamtschulen und Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "Lernen".

Mit bis zu 20.000 Euro je Schule und Schuljahr können Schulprojekte insbesondere zur Berufs- und Studienorientierung, aber auch zur Entwicklung von personalen und sozialen Schlüsselkompetenzen der Schülerinnen und Schüler umgesetzt werden. Das können Projekte zur verstärkten Kooperation von Schule und regionalen Unternehmen oder auch zur kulturellen Bildung, Verbraucher- oder Umweltbildung sein.

Bildungsminister Günter Baaske: "Das ist eine hervorragende Investition in die Zukunft unseres Landes. Wir unterstützen die Jugendlichen bei der richtigen Berufswahl und erleichtern den Übergang von der Schule in den Beruf. Vor alledem steht aber erst einmal ein ordentlicher Schulabschluss – dabei soll INISEK I helfen."

Die Angebote stehen allen Jugendlichen offen, sollen aber besonders leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler unterstützen. Das Praxislernen an Oberschulen soll ausgeweitet und verstärkt auch an Gesamtschulen eingeführt werden. Spezifische Angebote zur Berufsorientierung sollen die Einstiegschancen für eine Berufsausbildung oder eine unterstützte Beschäftigung erhöhen. Das gilt besonders für Jugendliche im Bildungsgang "Lernen" an Förderschulen, denn sie erwerben keinen von der Kultusministerkonferenz (KMK) anerkannten Schulabschluss.

Für das Förderprogramm INISEK I stehen insgesamt 37,555 Millionen Euro zur Verfügung; 29,371 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und 8,184 Millionen Euro vom Land Brandenburg. Das Förderprogramm läuft über sechs Jahre bis zum 31. Juli 2021. Es ist Bestandteil des Operationellen Programms des Landes Brandenburg für den ESF in der Förderperiode 2014 bis 2020.

Die Schulen wurden bereits Anfang des Jahres über das neue Förderprogramm informiert. Sie beschreiben Projektideen für ihre Schülerinnen und Schüler und reichen diese bei einem der zwei Regionalpartner ein, die die Projekte im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung an Träger vergeben. Die Regionalpartner sind Zuwendungsempfänger der INISEK I-Förderung und setzen das Förderprogramm für das Bildungsministerium um. Regionalpartner können ihre Anträge voraussichtlich ab Mitte Mai 2015 auf dem Online-Portal der Investitionsbank des Landes Brandenburg stellen.

Hintergrund:

Mit dem demnächst auslaufenden Förderprogramm "Initiative Oberschule" (IOS) konnte die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss an Oberschulen deutlich von 3,1 Prozent im Schuljahr 2007/08 – dem Start der IOS-Förderung – auf 2 Prozent im Schuljahr 2012/13 gesenkt werden. Außerdem setzen landesweit mittlerweile 59 Oberschulen das sogenannte Praxislernen um, das ist die Hälfte aller Oberschulen in öffentlicher Trägerschaft. Die schulische Berufs- und Studienorientierung stellt mittlerweile eine der Stärken der Oberschulen im Land Brandenburg dar.

Die Förderrichtlinie "Initiative Sekundarschule I" (INISEK I) wurde am 10. April im Amtsblatt des Bildungsministeriums veröffentlicht. Sie findet sich im Internet unter: www.mbjs.brandenburg.de

Weitere Informationen zum ESF im Land Brandenburg: www.esf.brandenburg.de


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