Arbeitsbedingungen

Verschärft die Dienstrechtsreform den Lehrermangel?

Die Bildungsgewerkschaft GEW macht sich für eine bessere Bezahlung junger Lehrer/innen im Rahmen der Dienstrechtsreform stark. "Warum wird ausgerechnet das Gehalt der jungen Lehrerinnen und Lehrer abgesenkt? Für viele ist ein Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft attraktiver als am Lehrerpult. Der Lehrermangel vor allem an Beruflichen Schulen und Gymnasien wird sich weiter verschärfen, wenn die Landesregierung im Rahmen der Dienstrechtsreform nicht die Gehaltskürzungen bei den Junglehrern zurücknimmt", sagte am Dienstag (13.04.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Alle Lehrer/innen in Baden-Württemberg bekommen derzeit in den ersten drei Berufsjahren vier Prozent von ihrem Gehalt abgezogen.

13.04.2010 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW setzt sich außerdem für einen besseren Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen ein. "Eine Erhöhung der Altersgrenze für Lehrerinnen und Lehrer ist absurd, so lange es derzeit nur ein Viertel schafft, bis zum Alter von 65 zu unterrichten. Seit über zwei Jahren warten wir vergeblich auf das von der Landesregierung zugesagte Konzept zur Gesundheitsprävention für diesen Beruf, in dem psychische Schwerstarbeit benötigt wird", sagte Moritz.

Die Bildungsgewerkschaft GEW will einen Strategiewechsel in der Personalpolitik des Landes erreichen: "Eine vorausschauende Personalpolitik muss dafür sorgen, dass möglichst alle Beschäftigten gesund ihren Ruhestand erreichen, statt durch die Erhöhung der Altersgrenze die Pensionen zu kürzen. Wer einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst erhalten will, muss in die Beschäftigten investieren", so Moritz.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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