Versetzte Schulleiterin will morgen an die Schule zurück

Die Bildungsgewerkschaft GEW appelliert an die Pforzheimer Schulleiterin Cornelia Frech-Becker, morgen (01.02.) ihren Dienst an der Waldschule in Büchenbronn nicht anzutreten. "Es ist unverfroren, dass sich Frau Frech-Becker in der Öffentlichkeit als Mobbing-Opfer darstellt, während gleichzeitig ihre angedrohte Rückkehr an die Waldschule in Büchenbronn bei Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern ernsthafte psycho-somatische Beschwerden verursacht", sagte am Donnerstag (31.01.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

31.01.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW in Baden-Württemberg und im Pforzheim/Enzkreis solidarisiert sich mit den protestierenden Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern und wird deshalb auch bei der morgigen Protestveranstaltung gegen den angekündigten Dienstantritt der Rektorin Frech-Becker vor Ort sein. Auch die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz wird um 7.30 Uhr an der Schule erwartet. Das Kultusministerium schickt einen Schulpsychologen und einen Schulrat an die Schule.

Frech-Becker verhält sich gegenüber Schüler/innen und Lehrkräften so, dass auch nach Ansicht der GEW eine weitere Beschäftigung an einer Schule für niemanden zumutbar ist. Die Lehrer/innen der Waldschule lehnen eine weitere Zusammenarbeit mit der Rektorin ab.

Die GEW fordert Frech-Becker auf, die Entscheidung der Schulverwaltung zu akzeptieren und den angebotenen Arbeitsplatz im Regierungspräsidium Karlsruhe anzutreten. Das Verwaltungsgericht hat unmissverständlich festgestellt, dass der Frieden an der Schule objektiv und andauernd gestört ist und den täglichen Dienstablauf zwischen Schulleitung und Lehrerkollegium beeinträchtigt. Die GEW erwartet von der Schulverwaltung, dass sie sich für die Interessen der Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen an der Waldschule einsetzt. Frech-Becker hatte vor dem Verwaltungsgericht durchgesetzt, dass sie vorerst nicht zum Landeslehrerprüfungsamt wechseln muss. Nach jahrelangen massiven begründeten Beschwerden und Protesten gegen die Schulleiterin hatte sie das Kultusministerium im vergangenen Sommer dorthin abgeordnet. Jetzt will sie nach sechsmonatiger Erkrankung wieder den Dienst aufnehmen.

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GEW Baden-Württemberg

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