Haushaltsplanung

Verweigerte Finanzierung führt Ganztagsversprechen ad absurdum

VBE-Vorsitzender Udo Beckmann: „Einen weiteren Aufschub von dringend erforderlichen Investitionen in den Ganztag halte ich angesichts der enormen Herausforderungen, vor denen Schule steht, für unverantwortlich.“

07.11.2018 Bundesweit Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
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„Wenn die für den Ganztagsausbau eingeplante Anschubfinanzierung in Höhe von zwei Milliarden Euro durch den Bund im Haushalt für 2019 tatsächlich wieder gestrichen wird, ist das mehr als ein Wortbruch“, kommentiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland, wonach dieser Posten in der Haushaltsplanung, die am Donnerstag beschlossen werden soll, nicht mehr vorgesehen ist. 

„Wenn von der Politik einerseits vollmundig ein Ganztagsanspruch für Grundschülerinnen und Grundschüler ab 2025 verkündet wird, andererseits aber finanzielle Ressourcen verweigert werden, drängt sich die Frage auf, wie ernst man es von Seiten der Politik mit der Bildungsgerechtigkeit in unserer Republik meint“, so Beckmann weiter. 

„Um einen qualitativ hochwertigen Ganztag zu gewährleisten, sind die benannten zwei Milliarden Euro lediglich ein erster Schritt, denn hierfür braucht es ein Vielfaches dieser Summe. Und die Zeit drängt.“ kommentiert Beckmann. „Anscheinend rechnet man nicht mit einer zügigen Lockerung des Kooperationsverbotes. Käme diese nicht, wäre das sowohl für den Ganztagsausbau, als auch für den seit 2016 angekündigten Digitalpakt in Höhe von fünf Milliarden Euro eine Katastrophe“, so Beckmann.


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