Wahljahr 2009: Bildung zum Topthema machen

Die Wählerinnen und Wähler sollten im kommenden Wahljahr ihren Landespolitikern und ebenso den Bundesparteien in Sachen Bildung genauestens auf die Finger schauen und keinerlei Versprechungen auf den Leim gehen, rät Ludwig Eckinger, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE). Die Aufwertung von Bildung dürfe nicht zur Rosstäuscherei verkommen. "Bildung muss Topthema im Wahlkampf werden", so Eckinger, "aber als ernsthafte Verpflichtung, endlich eine nationale Bildungsstrategie auf die Beine zu stellen." Es müsse in den Ländern und von der Kultusministerkonferenz endlich die rosa Brille abgenommen werden.

30.12.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

"Wir haben es in Deutschland unverändert mit einer eklatanten Ungleichverteilung von Bildungschancen vor allem nach sozialer und ethnischer Herkunft der Lernenden zu tun", kritisiert Eckinger.

"Wenn fast ein Viertel der 15-Jährigen im Lesen und Rechnen nur über Grundschulkenntnisse verfügt und jeder zehnte Jugendliche ohne Abschluss aus der Schule geht", betont der VBE-Bundesvorsitzende, "dann steht es um deren gesellschaftliche Teilhabe an unserer demokratischen Gesellschaft sehr schlecht." Es werde hohe Zeit, wenigstens in der dritten Legislaturperiode seit PISA Nägel mit Köpfen zu machen. "Bund und Länder müssen sich in gesamtstaatlich er Verantwortung dem Problem der Bildungsgerechtigkeit stellen", fordert Eckinger. "Das heißt insbesondere, allen jungen Menschen Vertrauen zu sich selbst und damit in ihre Zukunft zu geben. Wahlprogramme müssen darauf Antwort geben und über den Wahltag hinaus Arbeitsprogramm sein." Dies sei eigentlich eine Binsenweisheit, so Eckinger, aber leider in Vergessenheit geraten. ­


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden