Warnstreiks an Schulen gehen weiter: GEW will acht Prozent für Lehrer- und Erzieher/innen

Vor der nächsten Verhandlungsrunde am Wochenende in Potsdam gehen die Warnstreiks von Lehrer/innen und Erzieher/innen in Baden-Württemberg weiter. Betroffen sind am Mittwoch die Region Balingen, Reutlingen und Tübingen, am Donnerstag Nordbaden und am Freitag Nordwürttemberg. Kundgebungen finden am Mittwoch in Tübingen, am Donnerstag in Karlsruhe und am Freitag in Stuttgart statt. Die Bildungsgewerkschaft GEW rechnet mit mehreren tausend Teilnehmer/innen.

11.02.2009 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Die beste Lehrerwerbungskampagne der Landesregierung wäre eine deutlich bessere Bezahlung. Die Beschäftigten an den Schulen erwarten eine kräftige Gehaltssteigerung", sagte am Dienstag (10.02.) in Stuttgart die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz. Die GEW will außerdem eine bessere Bezahlung für Anwär¬ter/innen und Referendar/innen. Bisher müssen diese während ihrer Ausbildung oft Schulden machen, weil das geringe Gehalt nicht für den Lebensunterhalt reicht.

Die Mehrzahl der Lehrer/innen sind Beamte, denen die Landesregierung zugesagt hat, das Tarifergebnis zu übernehmen. Deshalb ruft die GEW auch die Beamten zur Unterstützung der geplanten Aktionen auf. Beamte dürfen zum Beispiel nicht als Streikbrecher eingesetzt werden, um den Unterricht ihrer streikenden Kolleg/innen im Angestelltenverhältnis zu vertreten. Von den rund 123.000 Beschäftigten im Kultusressort des Landes Baden-Württemberg sind knapp über 10.000 im Angestelltenverhältnis. Dies sind Erzieher/innen an Heimsonderschulen, Fachlehrer/innen an Schulkindergärten und zum größten Teil Lehrer/innen an öffentlichen Schulen.

Weitere Informationen/Termine: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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