Was tun . . . in Schülerfirmen!

"Was tun - Lernen in Realsituationen als Antwort auf die Probleme in der Bildung". Anlässlich der Eröffnung der "Servicestelle-Schülerfirmen" und der Freischaltung der kostenlosen Hotline diskutieren am 14.11.05 (17.00 - 18.30 Uhr, Altes Rathaus Potsdam) Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft das pädagogische Potenzial von Schülerfirmen.

08.11.2005 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Zu den Rednern zählen Jürgen Hegemann, Abteilungsleiter im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, Reinhardt Oehler (Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung MW), Prof. Dr. Faltin (Arbeitsbereich Entrepreneurship, FU Berlin), Dirk Waldhoff (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung), Wolfgang Spieß (Leitung der Abteilung Aus- und Weiterbildung IHK-Potsdam) und Thomas Schöler (Leitung der Servicestelle-Schülerfirmen). Mit der Servicestelle-Schülerfirmen wurde in Brandenburg ein deutschlandweit einzigartiges Modell zur Förderung und Beratung von Schülerfirmen lanciert.

Für viele Schülerinnen und Schüler gehört Arbeiten zum Alltag. Sie tragen Zeitungen aus, mähen Rasen oder sitzen an der Supermarktkasse. Stecken also mitten drin, im Wirtschaftsleben. Doch lernen sie dabei wirtschaftliches Handeln? Etwas anderes ist es, wenn Jugendliche selbst zu Unternehmern werden. Dabei lernen sie Verantwortung und Risiken zu übernehmen und mit anderen gemeinsam zu arbeiten. Schülerfirmen ermöglichen genau diese Erfahrungen. Zwar sind sie langfristige schulische Projekte und keine Gewerbebetriebe, doch sind sie wie reale Firmen organisiert und verdienen echtes Geld. Und das zum Teil sehr erfolgreich! Zugleich fördern sie Kompetenzen, die der Arbeitsmarkt nachfragt: Eigeninitiative, Team- und Kommunikationsfähigkeit. Damit leisten sie einen Beitrag zur Berufsorientierung und Ausbildungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern.

In Brandenburg hat sich eine blühende Schülerfirmenlandschaft etabliert. In über siebzig Schülerfirmen betreiben Schülerinnen und Schüler beispielsweise ein Schülercafé, unterhalten einen Streichelzoo oder produzieren und verkaufen Solarstrom. Beteiligt sind alle Schulformen und alle Schulstufen.

Durch die Servicestelle-Schülerfirmen wird ihnen und allen Neugründungen ein kompetenter Partner zu Seite gestellt. In einem für die Bundesrepublik einzigartigen Rahmen werden dabei verschiedenste Aktivitäten im Land gebündelt, um verstärkt zu einer Veränderung schulischer Bildung beizutragen. Die Servicestelle unterstützt Schülerfirmengründung, berät zu Finanzierungsfragen und begleitet einzelne Schülerfirmen sogar auf den Weg zur Gründung eines echten Unternehmens. "Es ist wichtig, einen zentralen Ansprechpartner in diesen Fragen zu haben", so Thomas Schöler, Leiter der Servicestelle-Schülerfirmen. "Wir können Schüler und Lehrer auf verschiedene deutschlandweite Förderprogramme aufmerksam machen und gleichzeitig durch die Beratung auf mögliche Stolpersteine hinweisen. Mit unseren Schulbesuchen helfen wir, bestehende Schülerfirmen weiterzuentwickeln." Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 14.11. skizzieren Vertreter aus Politik,. Wirtschaft und Wissenschaft ihre je eigene Sicht auf Schülerfirmen, definieren Anforderungen und zeigen Entwicklungspotenziale auf.

Die Servicestelle-Schülerfirmen ist Teil von KoBra.net - Kooperation in Brandenburg - und wird unterstützt vom Wirtschaftsministerium ,dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Kobra.net in Trägerschaft der WIBB-gGmbH
Servicestelle-Schülerfirmen
Rudolf-Breitscheid-Str.58
Tel.: 0331/ 704 35 52
14482 Potsdam
Fax: 0331/ 740 00 456


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