Schulausschuss

Weichenstellungen für die Praxis nötig

Auf der Tagesordnung des Schulausschusses stehen heute Berichte und Anträge zur schulischen Inklusion, der Schulsozialarbeit und in der Anhörung ist der gravierende Lehrkräftemangel das Thema. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW hofft auf unterstützende Weichenstellungen für die Bildung im Land.

15.05.2019 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW
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„Die Pädagoginnen und Pädagogen arbeiten zu oft am Limit. Nahezu sämtliche Vorhaben fallen oder stehen mit der ausreichenden Personalversorgung. Ohne Entlastungen wird sich der Personalmangel sogar noch verschärfen. Dringend nötig wären weitere pädagogische Fachkräfte“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

Mangelhafte Nachhaltigkeit der Personalplanung erschwert die Inklusion 

„Inklusion geht alle an. Die Gymnasien sollten nicht aussteigen können. Das ist nicht im Sinne der Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. Schwierig ist auch, dass die Grundschulen bei der Neuausrichtung des Inklusionskonzepts nicht ausreichend berücksichtigt sind. Dabei stärkt die frühe individuelle Förderung die Bildungsbiografie aller Kinder. Bis 2025 will das Schulministerium mindestens 6000 neue Stellen für die Inklusion schaffen. Das ist auch nötig, allerdings ist es eine riesige Herausforderung. Der Markt ist leergefegt, weil bereits seit vielen Wahlperioden keine nachhaltige Personalplanung betrieben wird, die die wachsenden Herausforderungen an Schule berücksichtigt und Lehrkräftemangel vermeidet. Selbst die erschreckende hauseigene Lehrerbedarfsprognose des Schulministeriums sorgte bislang nur für zaghafte Schritte“, kritisiert Stefan Behlau.

Schulsozialarbeit ausbauen und sichern

„Wir erwarten Hilfen statt Notlösungen. Stellen für Lehrkräfte nur irgendwie zu füllen, schafft keine Bildungsqualität. Leider geht unsere Landesregierung gerade diesen Weg, obwohl sie weltbeste Bildung schaffen will. Im nächsten Haushalt 2020 muss gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit kommen. Alle Schulformen müssen attraktiv sein. Was direkt gebraucht wird, ist der Ausbau der sogenannten multiprofessionellen Teams. Wir begrüßen sehr die Schaffung weiterer Stellen für die sozialpädagogischen Fachkräfte in der Schuleingangsphase. Die Grundschulen benötigen diese Stärkung. Zusätzlich brauchen sie, wie alle Schulen, die Schulsozialarbeit. Wir erwarten, dass die seit vielen Jahren sich nur wiederholenden Debatten um die Finanzierung beendet werden. Das Land muss die Schulsozialarbeit ausbauen und sichern. Multiprofessionalität als neuer Standard ist die Antwort auf die steigenden Anforderunge n an Schule“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.


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