Brandenburg

Weitere Beratungen nach dem Ländervergleich

Bildungsminister Holger Rupprecht äußert sich zufrieden über den ersten Gedankenaustausch mit rund 30 Schulleitern und Lehrkräften aus Grund- und weiterführenden Schulen über Maßnahmen als Reaktion auf das Abschneiden von Brandenburger Neuntklässlern beim Ländervergleich im Juni.

29.09.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Ausgehend von den nicht zufriedenstellenden Ergebnissen in den Fächern Deutsch und Englisch, werden wir auch weiterhin gemeinsam überlegen, wie wir die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung an unseren Schulen weiter voranbringen können", so Rupprecht. "Die heutige Beratung hat gezeigt, dass wir dafür nicht nur den externen Sachverstand aus der Wissenschaft, sondern auch das Wissen und die Erfahrungen der Schulpraktiker brauchen – sei es bei der Verbesserung des Unterrichts, der Gestaltung der Rahmenlehrpläne oder der Fortbildung der Lehrkräfte."

Bereits Ende August hatte es auf Einladung von Bildungsminister Rupprecht ein Treffen der ostdeutschen Kultus- und Bildungsstaatssekretäre in Potsdam gegeben, um speziell über gemeinsame Maßnahmen zur Verbesserung des Englisch-Unterrichts zu beraten. Es wurde verabredet, dass zeitnah Unterstützungskonzeptionen zur Professionalisierung von Englisch-Lehrkräften entwickelt werden. Dazu soll es eine länderübergreifende Arbeitsgruppe geben, in der der Leiter der Ländervergleichsstudie, Prof. Dr. Olaf Köller, mitarbeiten wird.

Die im Juni 2010 erstmals veröffentlichte Vergleichsstudie der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zu den Bildungsstandards in den 16 Bundesländern löst die bisherigen PISA-Ländervergleiche ab. Die Bildungsforscher des IQB untersuchten dazu im Mai 2009 bundesweit die Leistungen von 41.000 Neuntklässlern aller Schularten in den Fächern Deutsch, Englisch und Französisch. Sie mussten sich Anforderungen stellen, die bundesweit zum Erreichen des mittleren Schulabschlusses nach der Jahrgangsstufe 10 erwartet werden. Die Überprüfung der Englisch- und Deutsch-Bildungsstandards in Lesen und Zuhören sowie in Rechtschreibung hatte in Brandenburg, aber auch in den anderen ostdeutschen Bundesländern Verbesserungsbedarf aufgezeigt.


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