Schulweg

Werkrealschule: Gutes Konzept für Schulbusunternehmen?

Die Bildungsgewerkschaft GEW erwartet von Kultusministerin Marion Schick mehr Mut bei der Diskussion um die neue Werkrealschule. "Bereits in 15 Jahren werden nur noch 190 Gemeinden in Baden-Württemberg so viele Kinder pro Jahrgang haben, dass dort eine zweizügige Werkrealschule gehalten werden kann. Die Werkrealschule ist eine bildungspolitische Sackgasse ohne pädagogische Verbesserung für die Schülerinnen und Schüler", sagte am Donnerstag (15.04.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

15.04.2010 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW kritisiert, dass die Schüler/innen mit der Werkrealschule aus ihren stabilen Klassengemeinschaften gerissen werden, es keine zusätzliche Förderung gibt und die Klassen größer werden. "Für die Schülerinnen und Schüler gibt es keine einzige Stunde zusätzliche Förderung und der Zusatzunterricht zur beruflichen Orientierung wird fehlende Schlüsselqualifikationen nicht ausgleichen können. Durch Aufteilung auf verschiedene Schulstandorte, Aufspaltung in Profile und neue Klassenzusammensetzungen in der 10. Klasse wird ausgerechnet den Schülerinnen und Schülern in der Hauptschule ihre stabile Bezugsgruppe weggenommen", sagte Moritz. Als ersten Schritt fordert die GEW das 10. Schuljahr an Hauptschulen für alle Hauptschüler/innen.

"Mit der Werkrealschule werden nicht die Hauptschulen weiterentwickelt, sondern der Landesregierung geht es um die Schließung kleiner Hauptschulen, die Einsparung von Personalkosten und die Ablenkung von der immer größeren Unzufriedenheit der Eltern mit der Trennung der Kinder nach der vierten Klasse", sagte Moritz.

Weitere Informationen, u.a. Schulentwicklungsgutachten: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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