Schulleiter-Tagung

Werkrealschule löst keine Probleme

Auf der landesweiten Schulleitungstagung der Bildungsgewerkschaft GEW haben heute (16.04.) in Stuttgart über 400 Schulleiter/innen aus ganz Baden-Württemberg Kultusministerin Marion Schick mit Kritik an der neuen Werkrealschule konfrontiert. "Die vielen kritischen Stimmen der pädagogischen Profis zeigen, dass sie bei der Gestaltung und Weiterentwicklung von Schule zu wenig einbezogen und unterstützt werden", sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

16.04.2010 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die Bildungsgewerkschaft GEW, in der die meisten Schulleiter/innen in Baden-Württemberg organisiert sind, begrüßte die zusätzliche Leitungszeit, die den Schulleitungen im Rahmen der Qualitätsoffensive gewährt wird. "Wir haben aber immer noch das Problem, dass vor allem die Schulleitungen an den vielen kleinen Schulen behandelt werden, als sei Schulleitung ein Nebenjob. Die Chefs an der Schule brauchen mehr Zeit und bessere Qualifizierungsangebote", sagte Moritz.

Die GEW macht sich für mehr Investitionen in das Führungspersonal an den Schulen stark. "Qualitätsentwicklung braucht gut ausgestattete Schulleitungen. Was nützt den Schulleitungen der größere Gestaltungsspielraum für die Schulen, wenn gleichzeitig mehr statt weniger Bürokratie entsteht und Schulleiterinnen und Schulleiter ihre kostbare Zeit nicht für die Qualitätsentwicklung, sondern zum Ausfüllen von Statistiken und zum Studium von Vorschriften einsetzen müssen," so Moritz.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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