Baden-Württemberg

Zahl der Schulanfänger sinkt weiter auf 96 100

Voraussichtlich rund 96 100 Kinder fiebern ihrem ersten Schultag entgegen: Ca. 90 200 an einer Grundschule, 4 300 an einer Sonderschule und 1 600 an einer Freien Waldorfschule. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, ist die Zahl der Einschulungen an Grundschulen damit seit dem Schuljahr 2003/04 rückläufig. Im Vorjahr, also im September 2010, wurden in die Eingangsklasse einer Grundschule noch 91 679 Kinder eingeschult, 46 934 Jungen und 44 745 Mädchen. Dies waren 3 Prozent weniger als im Herbst 2009.

02.09.2011 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Die 91 679 Schulanfänger im Jahr 2010 an den Grundschulen setzten sich zusammen aus 80 363 "normal" eingeschulten Kindern (bis zum 30.09.2010 sechs Jahre alt geworden), 2 968 "früh" eingeschulten Kindern (nach dem 30.09.2010 sechs Jahre alt geworden) und 8 348 "spät" eingeschulten Kindern, die im Vorjahr zurückgestellt worden waren.

Der Anteil der früh eingeschulten Kinder hat von 1994 an zehn Jahre lang kontinuierlich zugenommen bis auf 12 Prozent im Jahr 2004, ging dann aber aufgrund der stufenweisen Erweiterung der Schulpflicht (bis hin zum Stichtag 30.09. ab dem Schuljahr 2007/08) stark zurück auf 9 Prozent im Jahr 2005, 6 Prozent im Jahr 2006, 3 Prozent im Jahr 2007. Nach einem leichten Anstieg im Jahr 2008 auf knapp 4 Prozent fiel der Anteil der früh Eingeschulten im Herbst 2009 wieder auf gut 3 Prozent. Auf diesem Niveau blieb er auch im Herbst 2010.

Dagegen ist der Anteil der spät eingeschulten Kinder – ebenfalls im Zusammenhang mit der Erweiterung der Schulpflicht - seit dem Jahr 2005 von 5 Prozent merklich angestiegen auf 6 Prozent im Jahr 2006, 8 Prozent im Jahr 2007 und 9 Prozent im Jahr 2008. Auf diesem Niveau hat er sich auch in den zwei Folgejahren 2009 und 2010 gehalten.

Mädchen gelten offenbar eher als "schulreif": Sie wurden weiterhin häufiger früh und seltener spät eingeschult als Jungen. So wurden an den Grundschulen des Landes im Jahr 2010 von den Jungen gut 11 Prozent, von den Mädchen dagegen nur 7 Prozent spät eingeschult. Früh eingeschult wurden stark 2 Prozent der männlichen Schulanfänger im Gegensatz zu 4 Prozent der weiblichen.

Von den insgesamt knapp 89 900 Kindern1), die im Herbst 2010 erstmals schulpflichtig waren, wurden knapp 11 Prozent zurückgestellt (Herbst 2009: gut 10 Prozent). Jungen wurden mit 13 Prozent weiterhin häufiger zurückgestellt als Mädchen mit 8 Prozent.

Zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen schwankten die Quoten der früh bzw. spät eingeschulten Kinder an Grundschulen im Jahr 2010 wieder erheblich. Bei den Früheinschulungen reichte die Spannweite von 1 Prozent im Landkreis Emmendingen bis zu knapp 8 Prozent im Hohenlohekreis. Bei den Späteinschulungen wies der Hohenlohekreis mit 6 Prozent dagegen die geringste Quote auf, der Landkreis Ravensburg mit 13 Prozent die höchste.

Dabei sind auch Unterschiede zwischen den Stadtkreisen und den Landkreisen erkennbar. So wurden im Herbst 2010 an den Grundschulen der neun Stadtkreise die Schulanfänger im Schnitt häufiger früh eingeschult als in den Landkreisen (5 Prozent zu 3 Prozent). Bei den spät Eingeschulten gibt es kaum Unterschiede zwischen Stadt- und Landkreisen, die Quote liegt beides Mal bei rund 9 Prozent (Stadtkreise 8,7 Prozent, Landkreise 9,2 Prozent).


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