(Zumeldung dpa-Gespräch Rau, lsw 7057): Ganztagsschule wird Regelschule werden

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Vorschläge von Kultusminister Helmut Rau zum Ausbau der Ganztagsschulen. "Nach der jahrelangen Blockadehaltung der Landesregierung ist es ein großer Fortschritt, dass neue Ganztagsschulen geschaffen werden. Wir begrüßen vor allem die Forderung des Kultusministers nach seriösen pädagogischen Konzepten für neue Ganztagsschulen", sagte am Mittwoch (11.01.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

11.01.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die Verdopplung der Ganztagsschulen an sozialen Brennpunkten von 200 auf etwa 400 nennt die GEW "einen wichtigen Startschuss, dem im Jahr 2006 weitere Schritte folgen müssen". "Lehrerinnen und Lehrer sowie die Eltern erwarten, dass sich im Landtagswahlkampf alle Parteien festlegen, wie viele Stellen sie bis 2011 für neue Ganztagsschulen, andere pädagogische Reformen und eine Verbesserung der Unterrichtsversorgung einsetzen werden", sagte Dahlem.

Die GEW hat zehn Eckpunkte für gute Ganztagsschulen vorgelegt. Dazu gehören auch konkrete Verbesserungsvorschläge für das Jugendbegleiter-Konzept der Landesregierung. "Bisher versprechen Oettinger und Rau nur vage den bedarfsorientierten Ausbau von Ganztagsschulen. Das darf nicht bedeuten, dass die Eltern selbst entscheiden, ob ihre Kinder das Ganztagsangebot besuchen. Ganztagsschulen werden nur bessere Schulen, wenn dort alle Kinder gemeinsam lernen und sich Unterricht, individuelle Förderung und Freizeitphasen sinnvoll abwechseln. Für Eltern dürfen keine zusätzlichen Kosten entstehen", so Dahlem.

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