Kostenlose Unterrichtsmaterialien im Internet

Forschungsprojekt an der Universität Augsburg untersucht Interessen und Qualität

 

Warum noch auf Schulbücher zurückgreifen? Längst gibt es kostenloses Unterrichtsmaterial im Netz - für jedes Fach und für jede Unterrichtssituation. Doch was taugt es? Und welche Interessen stecken dahinter?

 

Diesen Fragen geht ein auf drei Jahre angelegtes Forschungsprojekt der Universität Augsburg nach. Erste Ergebnisse wurden jetzt von der Leiterin der Studie, Prof. Dr. Eva Matthes und vom Verband Bildungsmedien vorgestellt.

 

In einer aufwendigen Google-Analyse und Hyperanalyse hatten die Wissenschaftler im Spätsommer 2011 mehr als 500.000 derartige Materialien ausfindig gemacht. Ein Jahr später waren es bereits an die 900 000 Materialien. "Wir hatten schon die Vermutung, dass es ein dynamischer Markt ist", erklärt Eva Matthes. Gleichwohl war die Forschungsgruppe von diesen Ergebnissen überrascht. Beeindruckend auch, wer diesen Markt bedient: "Er wird von Kirchen, Privatpersonen, Lehrerplattformen, von öffentlichen Anbietern, Vereinen, Stiftungen und Unternehmen gespeist. Und: Von den 20 umsatzstärksten Unternehmen bieten 15 Unternehmen Lehrmittel auf diesem Markt an."

 

Auf die Art und Weise, so die Wissenschaftlerin, komme relativ viel Werbung in die Schulen. Mit anderen Worten: Lobbyismus, der in den Schulen seinen Ort finde.

 

Abstracts der Forschungsergebnisse zum Download: www.bildungsmedien.de/publikationen/downloads/informationen-bildungsmedien

 

Homepage Prof. Dr. Eva Matthes: www.philso.uni-augsburg.de/lehrstuehle/paedagogik/paed1/ordinaria/Matthes/

 

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