3 Millionen Euro für Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung
Die Ausbildung im Handwerk wird mit mehr als 3 Millionen Euro unterstützt. Wirtschaftsminister Dietrich Austermann übergab heute (13. Juli) im Rahmen einer Betriebsbesichtigung der Gosch & Schlüter GmbH in Kiel entsprechende Zuwendungsbescheide zur Mitfinanzierung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung.
13.07.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-HolsteinDie Bescheide wurden vom Präsidenten der Handwerkskammer Lübeck, Horst Kruse und dem Präsidenten der Handwerkskammer Flensburg, Carsten Jensen im Empfang genommen. "Das Land trägt auf diese Weise dazu bei, die Kosten der Betriebe zu reduzieren und gleichzeitig die Qualität der Ausbildung zu steigern", sagte Austermann. "Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung sichert die gleiche Grundausbildung für alle Auszubildenden, unabhängig von betrieblichen Spezialisierungen. Sie bringt zudem technische Neuerungen in die Ausbildung und in die Betriebe."
Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung ist seit 2000 Bestandteil des Landesprogramms "Arbeit für Schleswig-Holstein ASH 2000". Mehr als 20.000 Lehrlinge haben 2005 an den 2.181 Lehrgängen als Ergänzung der betrieblichen Ausbildung teilgenommen. Von den rund drei Millionen Euro Fördergeldern stammen 1,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfond (ESF). Knapp 1,3 Millionen Euro bringt das Land auf. Die Handwerkskammer Lübeck erhält gut 2,2 Millionen Euro, die Handwerkskammer Flensburg über 800.000 Euro. "Das ist gut angelegtes Kapital für die Zukunft, denn nur gut ausgebildete Mitarbeiter sichern den Fortbestand von Unternehmen" so Austermann.
Austermann lobte das hohe Engagement der Gosch & Schlüter GmbH mit zurzeit 18 Auszubildenden bei einer Betriebsgröße von 60 Mitarbeitern. "Das ist ein Verhältnis von 1 : 3,3. Ein derartiges Engagement für die Ausbildung ist beachtlich, da viele große Betriebe ein solches Verhältnis überhaupt nicht erreichen", so der Minister. Gleichzeitig appellierte er an alle Handwerksbetriebe, bei den Anstrengungen für die Ausbildung nicht nachzulassen. "Ich rufe alle auf, die eine Ausbildungsberechtigung haben, auch entsprechende Plätze anzubieten. Mit einem Ausbildungsplatz geben Sie den Jugendlichen und Ihrem Betrieb eine unschätzbare Zukunftsperspektive", so Austermann.
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