Ausbildung: Schleswig-Holstein nimmt Spitzenposition im Norden ein

Die vorläufige Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist in Schleswig-Holstein mit 20.721 Verträgen zum Ende September 2007 um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr - und damit um knapp 1.430 Verträge gestiegen. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dietrich Austermann zog heute (11. Oktober) gemeinsam mit dem Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Jürgen Goecke, eine sehr positive Zwischenbilanz über die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in Schleswig-Holstein. Austermann: "Sicherlich hat die gute konjunkturelle Entwicklung zu diesem Vertragszuwachs beigetragen. Vielerorts ist aber auch die Erkenntnis gereift, dass dem Fachkräftemangel nur mit eigener Ausbildung erfolgreich begegnet werden kann."

11.10.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein

Den Löwenanteil an der Steigerung der Ausbildungsverträge tragen die Betriebe des Handwerks mit + 10,0 % (+643 Verträge), aber auch in Industrie und Handel entwickelt sich die Ausbildungsbereitschaft mit einem Plus von 7,6 % (+760 Verträge) weiterhin erfreulich positiv. In den Freien Berufen tragen die Steuerberater, Zahnärzte, Tierärzte und Apotheken zu einem Vertragszuwachs bei.

Der über siebenprozentige Zuwachs ist nach den Worten Austermanns aber auch Lohn der Anstrengungen im "Aktionsprogramm Ausbildung" als einem neuen Projekt der Landesregierung. Bereits Ende September wurden 2.200 zusätzliche Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote registriert (vereinbart waren 1.760). "Dazu haben die vom Wirtschaftsministerium geförderten Ausbildungsplatzakquisiteure bei Kammern und anderen Trägern durch fleißiges Klinkenputzen in erheblichem Umfang beigetragen", sagte Austermann und dankte allen Beteiligten, insbesondere den ausbildenden Unternehmen.

Er sei optimistisch, so der Wirtschaftsminister weiter, "dass wir bis Jahresende über 21.000 Neuverträge zählen und damit das beste Ergebnis seit mehr als einem Jahrzehnt erreichen werden. Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, sind aufgefordert, die Einladungen zu den Nachvermittlungsgesprächen wahrzunehmen und gegebenenfalls auch Chancen in anderen Berufsfeldern oder auch anderen Regionen des Landes zu nutzen."

Jürgen Goecke betonte: "Auch die Zahl der bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Ausbildungsplätze ist um 7,3 Prozent - das sind 1.100 Stellen - gestiegen. Diese Daten zeigen, dass sich die positive wirtschaftliche Entwicklung auch auf den Ausbildungsmarkt auswirkt. Denn nur Unternehmen mit positiven Zukunftserwartungen investieren in Ausbildung und damit in ihre eigene Zukunft."

Er unterstrich darüber hinaus, dass er für die aktuell noch 980 unvermittelten Bewerber gute Chancen sehe, in den nächsten Wochen eine Ausbildungsstelle zu finden "So sind zurzeit noch fast 800 der bei uns gemeldeten Ausbildungsplätze unbesetzt. Das sind 260 mehr als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt. Besonders bei den Waren- und Dienstleistungskaufleuten sowie in den Ernährungsberufen gibt es noch freie Ausbildungsstellen."

"Ich bin überzeugt, dass wir bis zum Jahresende unser Bündnisziel, jedem ausbildungsfähigen und -willigen Jugendlichen in Schleswig-Holstein einen Ausbildungsplatz anzubieten, erreichen", so Goecke. "Dazu werden auch unsere vielfältigen - gemeinsam mit den Kammern durchgeführten - Veranstaltungen in der bereits laufenden Nachvermittlungsphase beitragen."

Allerdings hob er hervor, dass sich die regionalen Arbeitsagenturen und Arbeitsgemeinschaften auch weiterhin - trotz der sehr positiven Daten - besonders für die Jugendlichen engagieren, die größere Schwierigkeiten bei der Ausbildungsplatzsuche haben. "Wir vermitteln nicht nur in Ausbildung, wir investieren in Schleswig-Holstein zusätzlich 24,4 Millionen, um für rund 1.300 Jugendliche eine außerbetriebliche Ausbildung zu ermöglichen."

Abschließend appellierte Goecke an die Schüler, die im Jahr 2008 ihre Schulzeit beenden, sich bereits jetzt über die sie interessierenden Ausbildungsberufe zu informieren und sich so bald wie möglich zu bewerben. "Nutzen Sie die Berufsinformationszentren Ihrer regionalen Arbeitsagenturen und vereinbaren Sie Gesprächstermine mit Ihrer örtlichen Berufsberatung. Je früher Sie aktiv werden, desto größer sind Ihre Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen."


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