Schleswig-Holstein

Bildungsminister Dr. Klug startet neues Landesseminar Berufliche Bildung

Schleswig-Holstein geht einen neuen Weg in der beruflichen Bildung: Zum 1. Juni hat sich das Landesseminar Berufliche Bildung gegründet. Es ist an das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) angebunden.

23.06.2011 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Die Bereitschaft neue Wege zu gehen zeichnet die berufliche Bildung seit langem aus", sagte heute (22. Juni) Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug während der Auftaktveranstaltung des Landesseminars Berufliche Bildung in Kiel. Deshalb sei es konsequent, diesen Prozess durch ein Landesseminar zu unterstützen. Zu dessen Aufgaben zähle die Ausbildung von Lehrkräften, Fort- und Weiterbildung, Schulentwicklung, Qualitätsmanagement und Lehrplanarbeit. Dr. Klug: "Mit guter Bildung legen wir den Grundstein für Aufstiegschancen, Wohlstand und Lebensqualität."

Die berufliche Bildung in Schleswig-Holstein umfasst sechs Schularten, in denen Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen unterrichtet werden. Dazu gehören berufsvorbereitende Maßnahmen, die klassische Berufsausbildung, die Vollzeitschulen einschließlich des Beruflichen Gymnasiums sowie den Fachschulen. Alle Fragen, die unter anderem die Ausbildung von Lehrkräften oder auch die Fort- und Weiterbildung an diesen Schularten betreffen, werden im neuen Landesseminar gebündelt. Bildungsminister Dr. Klug benannte vier Ziele, die mit dieser neuen Struktur verfolgt werden sollen: Stärkung des Schulartbezugs, Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen, Eigenständigkeit und Weiterentwicklung der beruflichen Bildung.

Der eigene Fachkräftebedarf in der beruflichen Bildung sei eine weitere Herausforderung. "Das berufliche Schulwesen braucht in den kommenden Jahren viele qualifizierte Lehrkräfte", sagte Klug. Da der Bedarf nicht allein durch Lehramtsbwerberinnen und -bewerber zu decken sei, brauche es zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen. Die Möglichkeiten des Quer- und Seiteneinstiegs seien wichtige Elemente zur Sicherung des Lehrernachwuchses. Auch an dieser Stelle sei das neue Landesseminar gefordert. Geplant sei, so der Minister, die Arbeit des Landesseminars wissenschaftlich zu begleiten und zu evaluieren. "Es ist denkbar, dieses Modell auf andere Schularten auszuweiten."


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