Bildungsministerin Erdsiek-Rave im Landtag: Berufliche Bildung ist ein wichtiger Schlüssel, um Fachkräftebedarf zu bewältigen

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hat heute (29. Januar) im schleswig-holsteinischen Landtag die hohe Bedeutung der beruflichen Bildung bei der Bewältigung des Fachkräftebedarfs in Deutschland hervorgehoben. "Es geht um eine Lücke von 2,4 Millionen Fachkräften bis 2020, die Hälfte davon mit akademischer Bildung. Im gleichen Zeitraum werden sich die Aussichten für gering Qualifizierte weiter verschlechtern", sagte die Ministerin. "Um diese Aufgabe zu bewältigen, kommt der beruflichen Bildung eine Schlüsselposition zu."

30.01.2009 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Alleine könne sie das allerdings nicht leisten. Dafür benötige sie eine enge Vernetzung mit der Wirtschaft,, den Hochschulen und mit den allgemein bildenden Schulen. "Vor allem, was die Durchlässigkeit und Offenheit hin zur akademischen Bildung betrifft, haben wir keine Zeit zu verlieren. Wir brauchen bessere Scharniere und definierte Zugangsregelungen für die jeweils nächsten Schritte des Aufstiegs durch Bildung, etwa was den Übergang von einer Fachschule an eine Hochschule betrifft", so Erdsiek-Rave weiter. Dazu habe das "Jahr der beruflichen Bildung" 2008 wichtige Impulse gegeben.

Inzwischen sei unter anderem der Bachelor-Abschluss in das duale Ausbildungssystem integriert. "Studium und Berufspraxis passen gut zusammen - das zeigen nicht zuletzt unsere guten Erfahrungen mit dem trialen Modell, also der Verbindung von dualer Ausbildung und Studium." Es gehe auch darum, Leerläufe und Doppelungen für die Auszubildenden zu vermeiden und deckungsgleiche Inhalte der schulischen und der betrieblichen Ausbildung aufeinander anzurechnen. "Wenn der Staat Teile der Ausbildung übernimmt, dann sollten die Kammern das auch voll und ganz anerkennen. Auch das dient dem Ziel, mehr Fachkräfte zu gewinnen. Um in solchen Fragen voran zu kommen, brauchen wir einen neuen Dialog aller Beteiligten."


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