"Das alljährliche Mai-Fieber ist ausgebrochen"
Kultusministerin Karin Wolff hat die Aussagen von SPD und Grünen im Landtag zur Unterrichtssituation als "das alljährliche Mai-Fieber" zurückgewiesen.
17.05.2004 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen"Wer so im Nebel stochert und vorläufige Zahlen auch noch falsch interpretiert, der redet mutwillig Chaos herbei", so Wolff. "Fakt ist, dass das Stellenaufkommen den Grundunterricht zu mehr als 100 Prozent abdecken wird." Die Opposition sollte aufhören, die Eltern zu verunsichern. In vielen Schulämtern hätten noch nicht einmal die Konferenzen stattgefunden, auf denen beschlossen wird, wie die Schüler auf welche Schulen verteilt werden. "Geschweige denn ist heute schon absehbar, wie die Klassen zusammengesetzt sein werden", sagte Wolff.
Dass das neue Schuljahr unter veränderten Rahmenbedingungen beginnen werde, sei schon seit der im Herbst 2003 beschlossenen Pflichtstundenerhöhung für Lehrkräfte bekannt. "Also auch hier nichts Neues", so Wolff. Problematisch sei indes die aktuelle Lehrstellen-Knappheit. "Es ist schlimm, wenn 9.000 junge Menschen keinen Ausbildungsvertrag bekommen. Und das belastet unseren Etat, weil wir Jugendliche ohne Lehrstelle in unseren Schulen unterbringen müssen", so Wolff. Diese dramatische Entwicklung verlange sowohl den Schulen als auch der Verwaltung zusätzliche Feinabstimmung ab. Wolff: "Es klemmt und knirscht, aber die Unterrichtsgarantie steht. Notfalls werden wir die Stundenpläne mit Geld für Vertretungslehrer absichern."
"Wenn die Stundenpläne auf dem Tisch liegen, werden auch jene Eltern, Lehrer und Schüler beruhigt sein, die heute von gezielten Falschmeldungen in die Irre geführt werden sollen", so Wolff. Gemeinsam mit den Schulämtern und Schulleitungen werde das Ministerium dafür Sorge tragen, dass es einen geordneten Start ins neue Schuljahr geben wird. In der Folge werde es auch Lehrerwechsel geben - in Schulen und zwischen Schulen. "Das wird sicher nicht jedem gefallen. Wir haben uns aber nicht danach zu richten, was populär ist, sondern danach, was erforderlich ist, um den Unterrichtsbedarf an allen Stellen abdecken zu können", erklärte die Ministerin.
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