Erster Deutscher Weiterbildungstag: Arbeitsministerin Ziegler und Bildungsminister Rupprecht begrüßen bundesweite Kampagne zur Weiterbildung

Arbeitsministerin Dagmar Ziegler und Bildungsminister Holger Rupprecht begrüßen den heute erstmals bundesweit durchgeführten Weiterbildungstag.

15.06.2007 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Wir brauchen in nahezu allen Bereichen Menschen mit guter Bildung und aktuellen Qualifikationen, die die Entwicklung unseres Landes mittragen", so Bildungsminister Rupprecht. "Gerade der Bereich der Weiterbildung kann Antworten auf gesellschaftliche Umbruchsituationen entwickeln und Menschen neuen Perspektiven eröffnen. Aus diesem Grund begrüße ich die bundesweite Kampagne zur Weiterbildung ausdrücklich."

Auch Arbeitsministerin Dagmar Ziegler verweist auf die Chancen der Weiterbildung. "Nichts ist beständiger als der Wandel, sagt ein bekanntes Sprichwort. An die Qualifikation und die Fähigkeiten der Menschen werden immer wieder neue Anforderungen gestellt. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch Arbeitsuchende, müssen sich daher kontinuierlich fortbilden. Die beruflichen und persönlichen Entwicklungschancen des Einzelnen sind eng mit den Möglichkeiten der Weiterqualifizierung verbunden. Aber auch die Leistungsfähigkeit der Unternehmen und damit die Sicherheit der Arbeitsplätze hängt davon ab, wie qualifiziert die Fachkräfte im Betrieb letztlich sind. Praktisch befinden wir uns in einem Prozess des ´lebenslangen Lernens´."

Auf der Basis des Brandenburgischen Weiterbildungsgesetzes arbeiten im Land Brandenburg derzeit knapp 70 Einrichtungen, darunter 20 Volkshochschulen und 47 Einrichtungen in freier Trägerschaft. Die Qualität vieler Einrichtungen ist nach bundesweit geltenden Standards zertifiziert. Das Land fördert anerkannte Einrichtungen mit knapp zwei Millionen Euro jährlich. Dank der bisher größten gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern zur Förderung des Lebenslangen Lernens, dem Modellprogramm "Lernende Regionen – Förderung von Netzwerken" werden derzeit an den Standorten Königs Wusterhausen (LernLaden LDS), Finsterwalde, Lauchhammer, Elsterwerda, Herzberg und Finsterwalde (BeratungsCenter Bildung) neue Modelle der Bildungsberatung erprobt. Die Eröffnung weiterer Beratungsstellen in Eberswalde, Bad Freienwalde, Prenzlau, Templin, Angermünde und Schwedt erfolgt in Kürze. Die Beratung über Bildungsangebote und Bildungswege, über Bildungsvoraussetzungen und die Finanzierung der Bildung ist kostenfrei.

Mit der Weiterbildungsdatenbank Brandenburg stellt das Land Brandenburg allen Weiterbildungsinteressierten im Bereich der beruflichen Weiterbildung ein kostenloses und leistungsstarkes Rechercheinstrument im Internet (www.wdb-brandenburg.de, www.suchportal.de) zur Verfügung. Die Weiterbildungsdatenbank bietet mit rund 17.000 Brandenburger Bildungsangeboten aus allen Branchen und Berufen ein umfassendes Spektrum, das nahezu vollständig das Brandenburger Angebot anzeigt. Die Nutzer können auf Bildungsangebote von bis zu 500 Anbietern zurückgreifen.

Das Arbeitsministerium unterstützt zudem kleine und mittelständische Betriebe durch die "Richtlinie zur Förderung der Kompetenzentwicklung durch Qualifizierung". Gefördert werden passgenaue Qualifizierungen von Beschäftigten und Geschäftsführern. Zusätzlich hat das Ministerium an sechs Standorten Regionalbüros für Fachkräftesicherung eingerichtet. Deren Aufgabe ist es, kleine und mittlere Unternehmen und deren Beschäftigte für die Fachkräftesicherung zu sensibilisieren und zu informieren. Damit sollen die Brandenburger Betriebe dabei unterstützt werden, vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Fachkräfteknappheit durch das Ausscheiden qualifizierter Stammarbeitskräfte ihre Lücken durch die Weiterbildung bestehenden Personals zu kompensieren. Dies gilt für junge Nachwuchskräfte ebenso wie für bereits erfahrene Facharbeiter und Fachangestellte. Erforderlich ist eine passgenaue und bedarfsgerechte Qualifizierung der Beschäftigten und des Managements gerade in den kleinen und mittleren Betrieben.


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