Hessen Vorreiter bei Praxisbezug in Lehreraus- und -fortbildung
Die heutige Forderung der EU-Bildungsminister, die Qualität der Lehrerausbildung zu verbessern, wird in Hessen bereits erfüllt. Seit der Einführung des Lehrerbildungsgesetzes 2005/2006 ist Hessen Vorreiter eines neuen Weges in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften. So sieht das Hessische Lehrerbildungsgesetz einen starken Praxisbezug in allen Phasen der Lehrerbildung vor. Pädagogische sowie fachdidaktische Anteile wurden im Studium gestärkt. Lehramtsstudierende können dadurch frühzeitig feststellen, ob sie für den von ihnen ausgewählten Beruf geeignet sind und ob sie Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen haben.
15.11.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen"Wir haben mit der novellierten Lehrerbildung ein bis dato bundesweit einmaliges Gesetz geschaffen, das die gesamte Berufstätigkeit der Lehrkräfte in den Blick nimmt. Lehrerinnen und Lehrer werden früher und umfassender auf ihren Beruf vorbereitet", erläuterte Kultusministerin Karin Wolff die seit mehr als zwei Schuljahren in Hessen gültigen Regelungen. Ziel sei, dass die hessischen Lehrkräfte schon an der Universität möglichst viel über Lernmöglichkeiten und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen erfahren. Die inhaltliche und organisatorische Vernetzung der verschiedenen Phasen der Lehrerbildung übernimmt dabei seit 2005 das Amt für Lehrerbildung.
Auch die Forderungen der EU-Bildungsminister nach einer lebenslangen Fortbildungspflicht für Lehrer seien in Hessen bereits lange umgesetzt, betonte die Staatsministerin. Im Lehrerbildungsgesetz sei nicht nur die Verpflichtung zur Fortbildung eindeutig verankert, sondern auch, dass die Lehrkräfte ihre Fortbildungen nachweisen müssen.
Dass die hessischen Lehrerinnen und Lehrer wie von der EU gefordert auch in neuen Techniken und Lehrmethoden geschult werden, garantiert das 2005 neu geschaffene Institut für Qualitätsentwicklung (IQ). Das IQ unterzieht jede der jährlich rund 30.000 Fortbildungs-Veranstaltungen einem Akkreditierungsverfahren, um fortlaufend die Qualität der Angebote zu überprüfen und zu steigern.
Kultusministerin Karin Wolff freute sich, dass mit dem Vorstoß der EU-Bildungsminister die in Hessen mittlerweile gängige Praxis Bestätigung findet: "Nur so können wir optimale Bedingungen für Bildung schaffen – hessen- und europaweit."
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