Landesweit erstes Regionales Berufsbildungszentrum in Schleswig startet

In Schleswig geht das landesweit erste Regionale Berufsbildungszentrum (RBZ) an den Start. "Damit schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte unserer beruflichen Bildung auf. Weitere Berufsbildungszentren werden folgen", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (28. November) bei einer Feier. Nach dem neuen Schulgesetz können die Träger Berufliche Schulen in rechtlich selbstständige RBZ in der Trägerschaft der Kreise und kreisfreien Städte umwandeln. Sie handeln wirtschaftlich eigenverantwortlich und können unter anderem in Kooperation mit Betrieben und Bildungsträgern bedarfsgerechte und hochwertige Qualifizierungsangebote in der Region entwickeln.

29.11.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Ministerin unterstrich die Bedeutung der Beruflichen Schulen, auch in Hinblick auf höherwertige allgemein bildende Abschlüsse: "23 Prozent der jungen Menschen, die in Schleswig-Holstein das Abitur erwerben, kommen von Beruflichen Gymnasien. Bei der Fachhochschulreife sind es sogar 89 Prozent, die über die Fachoberschulen und Berufsfachschulen die Studierfähigkeit erwerben."

Mit der neuen Organisationsform könne das berufliche Bildungssystem noch besser den sich rasant ändernden Anforderungen der Arbeitswelt gerecht werden. "Um ihren Schülerinnen und Schülern eine Ausbildung auf der Höhe der Zeit zu ermöglichen und ihnen so gute Perspektiven für das Arbeitsleben zu verschaffen, müssen sich gerade die Beruflichen Schulen immer wieder neu erfinden", sagte Erdsiek-Rave. Dazu gehörten der intensive Kontakt zu anderen Schulen und zur Wirtschaft, die Entwicklung neuer Lernformen, die Bildung neuer Teamstrukturen, die Einbeziehung moderner Medien sowie der Aufbau eines Qualitätsmanagements. "Die Weiterentwicklung zum RBZ mit einem hohen Maß an Autonomie ist die logische Konsequenz."

Gleichzeitig habe das Land dafür gesorgt, dass der staatliche Bildungsauftrag bei den Regionalen Berufsbildungszentren weiterhin eindeutig im Vordergrund der pädagogischen Arbeit stehe. Durch Zielvereinbarungen werde es weiterhin die Verantwortung für eine angemessene personelle Ausstattung tragen. "Die qualitative Weiterentwicklung der beruflichen Bildung ist darüber hinaus ein großes Anliegen dieser Landesregierung. Um dafür ein Zeichen zu setzen, habe ich für 2008 ein "Jahr der beruflichen Bildung" ausgerufen. Wir planen dazu eine ganze Reihe von Informations-, Diskussionsveranstaltungen, Workshops und Wettbewerben", sagte die Bildungsministerin. Im Mittelpunkt stünden dabei die Themen Europäisierung der beruflichen Bildung und die zukünftige Gestaltung des Übergangssystems für Jugendliche ohne Ausbildungsstelle.


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