Lernen in der Kaffeepause

(bikl) Firmen, die von ihren Mitarbeitern hochwertige Arbeit verlangen, müssen diesen auch die nötige Zeit zum Lernen einräumen. Das liege aber häufig im Argen, kritisiert die Psychologieprofessorin Dr. Bärbel Bergmann von der Technischen Universität Dresden.

25.10.2005 Artikel

Im aktuellen Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" erklärt die Wissenschaftlerin, "Angestellte frustriert es, wenn jemand Qualität verlangt, ohne dass Gelegenheit bestand, die notwendige Erfahrung zu sammeln", und rät zu einem guten "Wissens- und Zeitmanagement". Führungskräfte müssten geschult werden, solche Prozesse zu organisieren. Bergmann rät den Beschäftigten, selbst jede Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch wahrzunehmen, "und sei es in der Kaffeepause".

Erst kürzlich hatte eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags ergeben (siehe bildungsklick), dass neun von zehn Unternehmen in die Weiterbildung ihrer Belegschaften investieren wollen. Allerdings würden fast zwei Drittel der Unternehmen mehr investieren, wenn ihre Mitarbeiter zu einem Freizeit- und Urlaubsverzicht bereit wären. Die intensive Nutzung der Kaffeepause wäre da schon mal ein Anfang.


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