Neue Ausbildungsinhalte im Programm zum Bekämpfen der Jugendarbeitslosigkeit
Rund 160 Lehrkräfte sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen von 66 hessischen Schulen nehmen am Montag/Dienstag, 19./20. März 2007, an der Jahrestagung des Programms zur Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt (EIBE) in Niedernhausen teil.
17.03.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenWährend der Fachtagung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem im Hinblick auf Qualifizierungsbausteine sowie Förderplanarbeit fortgebildet, um die hohe Qualität des EIBE-Programms zu sichern und weiterzuentwickeln. So stehen am ersten Tag Fachvorträge zu Arbeits- und Ausbildungschancen von benachteiligten Jugendlichen sowie neue rechtliche Rahmenbedingungen auf dem Programm. Den Schwerpunkt des zweiten Tages bilden Workshops, in denen es beispielsweise um veränderte Ausbildungsinhalte und -abläufe geht: Diese Qualifizierungsbausteine beinhalten Module mit verschiedenen Schwerpunkten, die jeweils am Ende abgeprüft werden.
EIBE (Internet www.eibe-online.de) ist ein vom Europäischen Sozialfonds und dem Land Hessen gefördertes Programm des Hessischen Kultusministeriums, das Jugendlichen den Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt erleichtern und so Jugendarbeitslosigkeit reduzieren soll. In den vergangenen sechs Jahren sind hessenweit über 22.000 Jugendliche mit eher schwierigen Startbedingungen gefördert worden. Zurzeit engagieren sich 66 berufliche Schulen in Hessen und 52 freie Träger beim Fördern von rund 3.500 benachteiligten Jugendlichen. Diese werden in kleinen Lerngruppen handlungsorientiert auf den Hauptschulabschluss sowie die Anforderungen des dualen Ausbildungssystems und der Berufs- und Arbeitswelt vorbereitet. Sozialpädagogische Betreuung ist fester Bestandteil des Programms. Die Jugendlichen haben während der Schulzeit feste Ansprechpartner. Nicht nur schulische Belange sind relevant, sondern der ganzen Person wird Aufmerksamkeit geschenkt. Sie erfahren, dass bei Fehlzeiten oder Konflikten nachgefragt wird. Sozialpädagogen und Lehrkräfte stehen in engem Kontakt, durch Absprachen werden individuelle Förderpläne erstellt. Wie erfolgreich dieses pädagogische Konzept ist, zeigen die Abschlusszahlen der vergangenen Jahrgänge: Über 50 Prozent aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer verlassen EIBE mit dem Hauptschulabschluss, cirka 25 Prozent werden in ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis vermittelt, etwa 45 Prozent entscheiden sich für einen weiteren Schulbesuch oder andere Qualifizierungsmaßnahmen.
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