Start für die erstmalige Ausbildung von saarländischen Hebammen zu Familienhebammen
Im Rahmen der Umsetzung des Projektes "Keiner fällt durchs Netz!", hat die saarländische Familienministerin Annegret Kramp - Karrenbauer in Wadgassen heute (28.09.2007) die Fortbildung für Hebammen gestartet.
28.09.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland28 Hebammen aus dem Saarland werden bis Januar 2008 in 168 Stunden mit den Aufgaben und Tätigkeiten einer Familienhebamme vertraut gemacht. Sie sollen ab dem kommenden Jahr in den einzelnen Landkreisen eine wichtige Funktion zur Unterstützung junger Eltern übernehmen. Eltern, die auf besondere Hilfen angewiesen sind, können im ersten Lebensjahr eines Kindes eine kontinuierliche häusliche Begleitung durch die Familienhebammen erfahren.
Die Ausbildung und die spätere Tätigkeit in den Familien werden durch das Land im Rahmen des Projekts "Keiner fällt durchs Netz!" finanziert. Das Curriculum ist vergleichbar mit Ausbildungen zur Familienhebamme in anderen Bundesländern und wurde vom saarländischen Hebammenverband in Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie entwickelt.
Die Ministerin betonte, dass die Familienhebammen einen der wichtigsten Bausteine in dem zukünftigen Netzwerk des Hilfsangebotes für junge Eltern darstellen werden. "Gemeinsam mit allen anderen Hebammen wird es die entscheidende Aufgabe sein, rechtzeitig jungen Familien die Hilfen zu organisieren, die diese für eine gelingende Erziehung ihrer Kinder benötigen".
In allen saarländischen Landkreisen und dem Stadtverband Saarbrücken werden die Familienhebammen zum Einsatz kommen. Sie arbeiten dort mit den örtlichen Koordinatoren der Jugend- und Gesundheitsämter zusammen. Die enge Kooperation mit den niedergelassenen Gynäkologen, Kinderärzten und dem allgemeinen sozialen Dienst der Jugendämter wird dadurch intensiviert werden.
Kramp-Karrenbauer: "Das Saarland wird mit dem Aufbau dieser lokalen Strukturen das erste Bundesland sein, das flächendeckend ein solches Hilfsangebot bereitstellt."
Die Arbeit der Familienhebammen und die Zusammenarbeit mit den anderen Akteuren vor Ort wird während der Projektlaufzeit bis zum Jahr 2010 wissenschaftlich begleitet werden.
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