Zweiter Ausbildungskurs von saarländischen Hebammen zu Familienhebammen im Rahmen des Projektes "Keiner fällt durchs Netz"

Am Montag (31.08.09) beginnen 24 Fachkräfte eine Zusatzausbildung, um Familien mit Säuglingen und Kleinkindern, die einen erhöhten Hilfebedarf haben, fachgerecht unterstützen zu können. Die Absolventen dieses Kurses werden dann ab Januar 2010 die bereits jetzt in den Landkreisen tätigen 27 Familienhebammen unterstützen, die diese Ausbildung im Jahr 2007 abgeschlossen haben.

21.08.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Junge Familien im Saarland haben, seit dem Projektstart (2008) von "Keiner fällt durchs Netz", die Hilfe der Familienhebammen sehr gut angenommen.

Die Nachfrage nach diesem Angebot ist so gewachsen, dass das Familienministerium einen zweiten Ausbildungskurs ermöglicht hat.

Der jetzige Ausbildungskurs wurde zusätzlich für die Kinderkrankenschwestern geöffnet, da diese Berufsgruppe oft auch schon einen sehr frühen Zugang zu den Familien hat.

"Uns ist es wichtig, dass mit den Maßnahmen des Projektes auch junge Familien mit Migrationshintergrund besser erreicht und begleitet werden können. Vor diesem Hintergrund ist es positiv, dass drei Kursteilnehmerinnen mehrsprachig sind und über einen tieferen Einblick in andere Kulturkreise verfügen", sagt Familienministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Wie in 2007 hat wurde das "Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie", unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Manfred Cierpka (Universitätsklinikum Heidelberg), mir der Durchführung der Zusatzausbildung beauftragt.

Das Saarland bietet als einziges Bundesland ein flächendeckendes Angebot an Familienhebammen. Diese sind ein wichtiger Baustein im Netzwerk des Hilfeangebotes für junge Eltern. Seit dem Projektstart haben im Saarland bereits 250 Familien mit Kindern bis zum ersten Lebensjahr die aufsuchende Hilfe durch Familienhebammen in Anspruch genommen. Die Ministerin möchte sicherstellen, dass dieses Angebot erhalten und erweitert wird, da die Praxis gezeigt hat, wie entlastend sich diese Unterstützung auf den Alltag von Familien auswirkt.

Beauftragt werden die Familienhebammen und Kinderkrankenschwestern (mit Zusatzausbildung) durch die Koordinatoren in den Landkreisen und dem Regionalverband. Die Koordinierungsstellen sind mit jeweils einer Kinderärztin und einer Sozialarbeiterin bzw. einem Sozialarbeiter besetzt.

"Wir sind überzeugt, dass mit dieser Ausbildung von weiteren 24 Fachkräften der Bedarf im Saarland, auch in den kommenden Jahren, ausreichend abzudecken ist und somit noch stärker dafür gesorgt wird, dass keiner "durchs Netz" fällt", so die Ministerin abschließend.


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