Zweiter Saarländischer Weiterbildungspreis geht an das Projekt "Förderunterricht für Jugendliche mit Migrationshintergrund beim Übergang von der Schule zum Beruf"

Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Geschäftsführer des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, übergaben heute (Donnerstag, 2. Juli 2009) im saarländischen Kultusministerium den 2. Saarländischen Weiterbildungspreis. Der Preis steht unter dem Motto "Wege zu mehr Bildungsbeteiligung." Erster Preisträger wurde die Fachrichtung Germanistik der Universität des Saarlandes mit dem Projekt Förderunterricht für Jugendliche mit Migrationshintergrund beim Übergang von der Schule zum Beruf. Den 2. Preis erhielt die Volkshochschule des Regionalverbandes Saarbrücken für ihr Projekt "Lernort Ich". Den 3. Preis teilen sich die Erwerbslosenselbsthilfe Püttlingen für ihr "Soziales Kaufhaus" sowie die Neue Arbeit Saar gGmbH für den Zertifikatskurs "Verkaufsberaterin". Die Entscheidung wurde von einer unabhängigen 15-köpfigen Fachjury aus Wissenschaft, Wirtschaft, Weiterbildung und Politik getroffen.

02.07.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Ministerin Kramp-Karrenbauer bezeichnete die Förderung der Bereitschaft, sich ständig weiter zu bilden, als eine der größten Herausforderungen für die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. "Dabei darf niemand verloren gehen, keiner darf vergessen werden", so die Ministerin. Die Landesregierung habe daher auf jeder Bildungsstufe von der KiTa bis zur Weiterbildung geeignete Initiativen ergriffen mit dem Ziel, jede und jeden mit einer besten Bildung und Ausbildung in die Gesellschaft zu entlassen. Dabei ziehe man bundesweit über eine gemeinsame Qualifizierungsinitiative an einem Strang.

Professor Wahlster betonte die Notwendigkeit, neue Ideen und Konzepte des Lernens zu entwerfen und in der Fläche umzusetzen. "Die Herausforderungen einer Hightech-Gesellschaft stellen sich jedem. Mit dem Saarländischen Weiterbildungspreis wollen wir anregen, neue Wege in der Bildung zu gehen", so Wahlster.

Den 1. Preis (2.000 €) erhielt die Fachrichtung Germanistik der Universität des Saarlandes mit dem Projekt Förderunterricht für Jugendliche mit Migrations-hintergrund beim Übergang von der Schule zum Beruf. "Mit einem breit vernetzten und ganzheitlichen Ansatz zum Sprachenlernen von Kindern und Jugendlichen überzeugte das Projekt die Jury", so Ministerin Kramp-Karrenbauer in ihrer Laudatio. Das Projekt beinhalte nicht nur Sprachlernangebote, sondern auch eine Zusatz-Qualifizierung von Studierenden und Lehrenden sowie den Einbezug von Eltern. Damit sei eine beispielhafte Integration von Migrantinnen und Migranten in unsere Gesellschaft gelungen, so die Ministerin.

Der 2. Preis (1.500 €) ging an die Volkshochschule des Regionalverbandes Saarbrücken für ihr Projekt "Lernort Ich". Laudatorin Isolde Ries, MdL, hob die besondere Leistung dieses Projekts im Rahmen berufsorientierender Maßnahmen an weiterführenden Schulen hervor: Mit dem sogenannten ProfilPASS für junge Menschen würden die Schülerinnen und Schüler all ihrer Kompetenzen wahr, auch und gerade solcher, die sie außerschulisch und oft nebenbei erworben haben. "Ohne zu wissen, was man wirklich kann", so Ries, "sei Zukunftsplanung kaum wirkungsvoll zu gestalten."

Der 3. Preis (2 x 1.000 €) teilten sich die Erwerbslosenselbsthilfe Püttlingen für ihr "Soziales Kaufhaus" sowie die Neue Arbeit Saar gGmbH für den Zertifikatskurs "Verkaufsberaterin". Laudator Christoph Hartmann, MdL, würdigte den Ansatz eines kompletten Kaufhauses zur ganzheitlichen Förderung von Beschäftigung und Qualifizierung. Um gerade Alleinerziehende dies auch zeitlich zu ermöglichen, sei dem Sozialen Kaufhaus sogar eine Kindertagesstätte mit außergewöhnlich flexiblen Öffnungszeiten angegliedert. Laudator Thomas Schmitt, MdL, würdigte den IHK-zertifizierten Kurs "Verkaufsberaterin" als geeigneten Weg des Wiedereinstiegs von Langzeitarbeitslosen in das Arbeitsleben.

Der Saarländische Weiterbildungspreis wurde 2007 vom Saarlernnetz unter Federführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit dem Landesausschuss für Weiterbildung sowie dem Bildungs- und dem Wirtschaftsministerium ins Leben gerufen. Bei der aktuellen zweiten Auslobung schlossen sich die HWK und IHK, die VSU sowie die Verbände der Katholischen und Evangelischen Erwachsenenbildung und alle Volkshochschulen an. Der Preis soll auch zukünftig im zweijährigen Rhythmus ausgeschrieben werden.

Ihr(e) Ansprechpartner(in):
Elke Rieder, Tel. 0681 302-64810, E-Mail:
Torsten Rott, Tel. 0681 501-7333, E-Mail:


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