Auf dem Weg zur Welterbeanmeldung der Landgräflichen Gärten Kassel

Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, hat eine international besetzte Expertenrunde einberufen, in der die Vereinbarkeit der einzelnen Bauvorhaben zur Neuordnung der Museumslandschaft Kassel mit der geplanten Welterbeanmeldung erörtert werden soll.

23.11.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

„Ich möchte damit gleichzeitig auch Planungssicherheit schaffen“, sagte der Minister heute in Wiesbaden. Der Workshop soll am 16. und 17. Januar 2007 unter der Leitung des Präsidenten des Landesamts für Denkmalpflege, Prof. Dr. Gerd Weiß, stattfinden. Er ist Landeskoordinator für die Anmeldung der „Landgräflichen Gärten in und um Kassel“ zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu den Mitgliedern des Workshops gehören Persönlichkeiten wie Prof. Dr. Michael Petzet, Präsident von ICOMOS International (Internationaler Rat für Denkmalpflege).

Das Land betreibt, vertreten durch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Anmeldung der „Landgräflichen Gärten in und um Kassel“ zur Welterbeliste. Dazu gehören der Bergpark, der Park in Wilhelmsthal und der Park Karlsaue sowie alle Baudenkmäler in diesen Parks. Die Gärten stehen auf der so genannten Tentativliste Deutschlands, auf der die Bundesländer Objekte zur Anmeldung zusammengestellt haben, an 17. Stelle. Nach dem gegenwärtigen Procedere der UNESCO für das Aufnahmeverfahren ist 2012 mit der Nominierung zu rechnen.

Die Neuordnung der Museumslandschaft Kassel, die das Land in enger Abstimmung mit der Stadt betreibt, dient dem Ziel, die herausragenden historischen Sammlungen und europaweit einzigartigen Bau- und Gartendenkmäler neuen Besuchergruppen zu erschließen. „Die bestehenden Qualitäten und die Vielfalt der Museumslandschaft sollen damit angemessen zur Geltung gebracht und so attraktiv gestaltet werden, dass sie sich international zu einem lohnenden Reiseziel entwickelt“, sagte Minister Corts. „Davon werden auch die Stadt Kassel und die Region in vielfältiger Weise profitieren.“ Die ersten 18 Vorhaben dieser Neuordnung sind bereits auf den Weg gebracht worden. Rund 141 Millionen Euro sind dafür im Landeshaushalt ausgewiesen. Insgesamt sind 200 Millionen Euro für das Gesamtprojekt vorgesehen.


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