Bildung als Schlüssel zur Integration

Die Kultusministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Staatsministerin Prof. Dr. Böhmer haben in einem intensiven Meinungsaustausch verabredet, ihre Anstrengungen für eine bessere Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund kontinuierlich stärker abzustimmen und zu bündeln. Schwerpunkt sind dabei die Umsetzung der Selbstverpflichtungen im Nationalen Integrationsplan.

18.06.2009 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Beide Seiten bekräftigen die selbst gesetzten bildungspolitischen Ziele im Nationalen Integrationsplan. Dazu gehört insbesondere, die Schulabbrecherzahlen bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund deutlich zu vermindern. Die Länder haben hierzu bereits Maßnahmen ergriffen. Um dieses Ziel zu erreichen wird auch die Zusammenarbeit mit den Migrantenorganisationen verstärkt.

Darüber hinaus sind beide Seiten übereingekommen, eine gemeinsame Tagung zu veranstalten. Dort könnte eine Halbzeitbilanz mit Blick auf die Ziele des Nationalen Integrationsplans gezogen werden. Insbesondere sollten dabei die Ansätze zur Sprachförderung und zur Sprachstandsfeststellung im Mittelpunkt stehen.

Weiterhin schlug Staatsministerin Böhmer vor, im Bereich "Integration durch Bildung" kontinuierlich enger zusammenzuarbeiten und sich in Form einer Arbeitsgruppe stärker zu vernetzen. Beide Seiten bekräftigen auch ihr Interesse an der Sicherstellung des Angebots von muttersprachlichem Unterricht, vor allem in Zusammenarbeit mit den Herkunftsstaaten.

Als eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Einmündung von Personen mit Migrationshintergrund ins Berufsleben sehen beide Seiten die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen an. An einer vereinfachten Anerkennung von Abschlüssen arbeitet bereits eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe im Rahmen der "Qualifizierungsinitiative für Deutschland".


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