Bildungsmonitor: Beste Noten für das Saarland – weitere Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren

Im Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) landet das Saarland mit 64,2 Punkten auf Rang sieben im Vergleich der Bundesländer und verbessert sich gegenüber zum Vorjahr um 2,2 Punkte. Das INSM lobt das Saarland insbesondere bei der Vermeidung von Bildungsarmut, der beruflichen Bildung und der Forschungsorientierung.

20.08.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

In der Forschungsorientierung trägt das Saarland laut dem am (heutigen) Donnerstag (28.08.2009) veröffentlichten Bildungsmonitor in Deutschland am besten zur Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses bei und belegt Rang 1 im Bundesvergleich.

Gute Noten gibt es auch bei der Bekämpfung der Bildungsarmut. Dem saarländischen Bildungssystem gelinge es im deutschen Vergleich sehr gut, Bildungsarmut zu vermeiden. Im Jahr 1998 verließen noch 1.182 Schüler die Schulen ohne Abschluss (Abbrecherquote: 10,7 Prozent), 2007 konnte die Zahl auf 847 reduziert werden (7,4 Prozent). Hier belegt das Saarland ebenso einen Spitzenplatz, wie bei der beruflichen Bildung. Rechnerisch standen für 73,9 Prozent der Bevölkerung im entsprechenden Alter betriebliche Ausbildungsstellen zur Verfügung, der Bundesdurchschnitt liegt bei nur 61,1 Prozent.

"Die Studie belegt, dass im Saarland in Bildung und Wissenschaft richtungweisende Maßnahmen auf den Weg gebracht worden ist", sagt Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur. Wurde das Saarland im Jahr 2004 noch mit 47,1 Punkten bewertet, sind es im aktuellen Bildungsmonitor bereits 64,2 Punkte. "Mit unseren jüngsten Maßnahmen zum Schulverbundsystem G9, zur Erhöhung der Durchlässigkeit und zur individuellen Förderung werden wir in Zukunft uns noch weiter im Bildungsmonitor verbessern können", prognostiziert die Ministerin. Denn der Datenstand der Studie ist überwiegend aus dem Jahr 2007.

Als einen Kritikpunkt bemängelt der Bildungsmonitor das geringe Angebot an gebundenen Ganztagsschulen, erfasst dabei aber nicht das nahezu flächendeckende Angebot an Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS). Dagegen erreichte das Saarland nach einer Statistik der Kultusministerkonferenz von 2003 bis 2007 Platz zwei in Deutschland bei der Kombination an freiwilligen und gebundenen Ganztagsschulen. Auch die in Zukunft flächendeckend geplanten Ganztagsklassen finden im Bildungsmonitor noch keine Beachtung. "Auch wenn es beim Ansatz verschiedener Kriterien unterschiedliche Auffassungen gibt, werden wir uns die Kritikpunkte genau anschauen und analysieren", so Ministerin Kramp-Karrenbauer.


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