Bundesweit einmalig: Schleswig-Holstein fördert Projekte zur familienfreundlichen Personalpolitik künftig aus EU-Mitteln

Als erstes Bundesland wird Schleswig-Holstein in den kommenden fünf Jahren Projekte zur Förderung einer familienfreundlichen Personalpolitik aus EU-Mitteln finanzieren können. Wie Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dietrich Austermann heute (12. November) in Kiel mitteilte, werden im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft bis zum Jahr 2013 Projekte zur Personalrekrutierung und Personalbindung mit voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bezuschusst. Eine entsprechende Förderrichtlinie wurde jetzt mit dem Finanzministerium und dem Landesrechnungshof abgestimmt.

12.11.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein

Wie Austermann sagte, sollen mit den Fördermitteln unter anderem

  • der Aufbau von regionalen Beratungsnetzwerken, einer landesweiten Datenbank und die Entwicklung eines landesweiten Newsletters unterstützt,
  • Modellprojekte von Betriebs- bzw. Regionalverbünden im Rahmen der Implementierung und Weiterentwicklung einer familienbewussten Unternehmenspolitik gefördert sowie
  • die Arbeitsabläufe älterer Beschäftigter optimiert und damit ein erheblicher Beitrag gegen den langfristig drohenden Fachkräftemangel geschaffen werden.

"Berufs-, Privat- und Familienleben zu vereinbaren, ist für viele Arbeitnehmer Tag für Tag eine große Herausforderung. Dabei spielen die Bedingungen im Betrieb - insbesondere die Arbeitszeiten, die Arbeitsorganisation, das Betriebsklima, betriebliche Sozialleistungen und der Umgang mit der Elternzeit - eine wesentliche Rolle", sagte Austermann. Sein Ziel sei, bis zum Ende der Legislaturperiode alle kleinen und mittleren Unternehmen im Lande für dieses Thema zu gewinnen. "Denn eine verbesserte Motivation und eine höhere Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten führen zu geringeren Fluktuations- und Krankheitsquoten und zahlen sich damit auch für die Unternehmer aus", so der Minister.

Nach den Worten von Austermann haben alle 52 Unternehmen in Schleswig-Holstein, die von ihren eigenen Belegschaften für den im April verliehenen Wirtschaftspreis vorschlagen worden waren, einen enormen Vorbildcharakter. Sie werden deshalb in der neu erschienen Broschüre "Familienfreundliche Unternehmen in Schleswig-Holstein - Ausgezeichnete Beispiele aus der Praxis" vorgestellt. "Die große Bandbreite bewährter und erfolgreicher familienfreundlicher Angebote wird in der Broschüre präsentiert und soll Anregungen für alle schleswig-holsteinischen Unternehmen geben", so der Minister.

Die neue Broschüre "Familienfreundliche Unternehmen in Schleswig-Holstein - Ausgezeichnete Beispiele aus der Praxis" kann im Wirtschaftsministerium unter folgender Adresse abgefordert werden:

Projektgruppe "Familienfreundlicher Betrieb"
Jessica Umland; Düsternbrooker Weg 94; 24105 Kiel
Telefon: 0431 / 988-4432
jessica.umland( at )wimi.landsh.de


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