Corts bekräftigt gemeinsame Absage von Städten, Kreisen und Land
Die Internationale Bauausstellung Frankfurt Rhein Main Metropolitana – kurz IBA – sei Anfang Juli einvernehmlich von der in Gründung befindlichen Kulturfonds GmbH und der Hessischen Landesregierung abgesagt worden, weil Kreise, Städte und Gemeinden und die Landesregierung unter anderem die finanziellen Unwägbarkeiten des Projekts für zu groß hielten. Das hat der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, heute im Landtag hervorgehoben. So sei völlig offen, inwieweit die in der Machbarkeitsstudie des Frankfurter Planungsbüros Jourdan und Müller genannten Kosten von 50 Millionen Euro tatsächlich zu einem nennenswerten Teil aus Fördermitteln der Europäischen Union finanziert werden könnten. Über die darüber hinaus noch erforderlichen Investitionsmittel, die womöglich in dreistelliger Millionenhöhe lägen, gebe es entgegen vertraglicher Vereinbarungen zwischen der Kulturinitiative Rhein-Main als Auftraggeberin und dem Planungsbüro keine Aussage. Mit Blick auf die Diskussionen um die Finanzierung des neuen Kulturfonds in der Rhein-Main-Region fügte der Minister hinzu, vor diesem Hintergrund halte er schon die genannten 50 Millionen Euro für nicht durch die Region finanzierbar. Seitens der Gebietskörperschaften habe es nicht den Wunsch gegeben, das Projekt zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiterzuverfolgen, sagte der Minister. Inhaltlich biete die Studie eine Fortschreibung des Zustandsberichts der Rhein-Main-Region aus der Kulturhauptstadt- und der Olympia-Bewerbung Frankfurts. "Sie setzt keine Impulse oder neue, weiterführende Ideen." Aus diesem Grund habe auch die Wirtschaftsinitiative Frankfurt Rhein-Main kein Interesse mehr an dem Vorhaben.
05.09.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstDie Landesregierung hatte die im Oktober 2004 von der Kulturinitiative Rhein-Main in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie mit der Wirtschaftsinitiative Frankfurt Rhein-Main und dem damaligen Arbeitskreis Kultur der Regionalkonferenz zu einem Drittel, mit 40.000 Euro, finanziert. Vorgesehen war, die Ergebnisse ein halbes Jahr nach der Auftragsvergabe, also im März 2005, zu präsentieren. Die Studie lag jedoch erst Ende 2006 vor. Zur Frage der Veröffentlichung sagte der Minister, diese sei vertraglich geregelt: Falls die Kulturinitiative als Auftraggeberin die Untersuchung nicht präsentieren wolle, brauche der Verfasser ihre Einwilligung dazu, sie selbst veröffentlichen zu können. Dafür, so der Minister, werde er sich einsetzen.
Keine Kommentare vorhanden