Darlehen über 5,6 Millionen Euro für elf Projekte binnen eines Jahres

Die Bewertungskommission Hessen-Invest-Film hat in ihrer jüngsten Sitzung zwei weitere Projekte zur Finanzierung empfohlen, für die 1,2 Millionen Euro des FilmFinanzierungsFonds Hessen reserviert werden. Insgesamt waren sechs Projekte mit einem Gesamtbudget von 21,9 Millionen Euro eingereicht worden. Bei den beiden Projekten handelt es sich um "Phantomschmerz" der Firma Neue Bioskop Film Produktions & Vertriebs GmbH in München (570.000 Euro) und um "Johnny Bollywood" der Daniel Zuta Filmproduktion aus Frankfurt (650.000 Euro).

12.06.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Hessen-Invest Film ist ein Fonds zur Finanzierung kultureller und kommerziell orientierter Filmprojekte mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro. Ziel des Fonds ist die weitere Stärkung und Verbesserung der Standortbedingungen für die Filmproduktion in Hessen. Seit der Einrichtung im Juni 2006 sind dem Fonds 28 Projekte mit einem Gesamtbudget von 135,6 Millionen Euro vorgelegt und Darlehen über 10,6 Millionen Euro beantragt worden. Die Bewertungskommission Hessen Invest Film hat bisher elf Projekte zur Finanzierung empfohlen. Hierfür sind 5,6 Millionen Euro an Darlehen aus dem Fonds reserviert und knapp eine Million Euro bisher auch ausgezahlt worden. "Mit dem FilmFinanzierungsFonds haben wir die Rahmenbedingungen für das Filmland Hessen weiter verbessert", sagte Minister Corts. "Der Film ist nicht nur ein Kulturträger, sondern gleichzeitig auch ein bedeutender Zulieferer für andere in Hessen wichtige Medienbereiche und damit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor."

"Phantomschmerz" mit Til Schweiger in der Hauptrolle und Matthias Emcke als Regisseur erzählt die faszinierende und spannende Geschichte des Lebemanns und Frauenschwarms Marc, dessen ganzes Leben durch einen Unfall nachhaltig verändert wird. Mit Hilfe einer jungen Frau entwickelt Marc die Stärke und das Bewusstsein, sich dem Leben neu zu stellen. Das von Daniel Zuta geplante Projekt "Johnny Bollywood" ist eine internationale Co-Produktion und erzählt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen: Johnny ist der große Bollywood-Star und Charlie steht an 23. Stelle in der englischen Thronfolge. Johnny kennt zunächst nicht die gesellschaftliche Stellung der attraktiven Touristin Charlie, der er in seiner Heimat Indien begegnet und nach England nachreist.

Mit dem FilmFinanzierungsFonds Hessen-Invest Film bietet die Investitionsbank Hessen (IBH) ein banktypisches Produkt im Direktgeschäft mit der Filmbranche an, das deren Bedürfnisse und Besonderheiten aufgreift. Im Auftrag des Landes Hessen vergibt sie bedingt rückzahlbare Darlehen mit geringer Verzinsung. Der Fonds steht von 2006 bis 2009 mit jeweils fünf Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Finanziert wird die Produktion von deutschen und internationalen Kinofilmen, Fernseh-, Dokumentar- und Animationsfilmen sowie Formatentwicklungen, die einen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen.

Die IBH refinanziert das Fondsvolumen von 20 Millionen Euro über die KfW-Bankengruppe. Die an die Filmproduzenten ausgereichten Darlehen sind in ihrer Gesamtheit über den Fonds mit einer hundertprozentigen Ausfallgarantie des Landes abgesichert. Für die Darlehen sind laufende Zinszahlungen in Höhe von zwei Prozent unabhängig vom Erfolg des Projekts zu entrichten. Zusammen mit dem dreiprozentigen Disagio fließen die Zinsen in einen Haftungsfonds, um eine mögliche Inanspruchnahme des Landes aus der übernommenen Garantie zu mindern. Die Tilgung erfolgt ausschließlich aus den Erlösen des jeweiligen Projekts. Neben einer vollständigen Rückführung des Darlehens wird eine Beteiligung an den Erlösen vereinbart. Die Gewinnbeteiligung orientiert sich an der Höhe der Finanzierungsquote der IBH.

Die Finanzierungsentscheidungen werden auf Empfehlung der Bewertungskommission getroffen und erfolgen unter besonderer Berücksichtigung von Risikoeinschätzungen und Renditechancen des Projekts sowie dem Eigenrisiko des Produzenten. Die IBH führt projekt- und unternehmensbezogene Bonitäts- und Risikoanalysen durch. Das Finanzierungsvolumen beträgt höchstens 50 Prozent der jeweiligen Projektkosten, maximal aber eine Million Euro.

Weitere Informationen zum FilmFinanzierungsFonds Hessen-Invest-Film und über die bisher finanzierten Projekte unter www.filmland-hessen.de.


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