DBU gratuliert ehemaligem Bundesminister zum morgigen 70. Geburtstag – "Geistige Pioniertat"

Er war 30 Jahre Mitglied des [Bundestages](http://webarchiv.bundestag.de/cgi/show.php?fileToLoad=214&id=1041). Elf Jahre [CSU](http://www.csu.de/partei/index.htm)-Chef, neuneinhalb Jahre [Bundesfinanzminister](http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_53848/DE/BMF__Startseite/Ministerium/Geschichte__des__BMF/Chronik__der__Bundesfinanzminister/chronik__der__bundesfinanzminister.html?__nnn=true). Doch nicht etwa der Tatsache, dass er in dieser letzten Funktion als einer der "Väter des Euro" gilt, sind Dr. Theo Waigel zum morgigen 70. Geburtstag Glückwünsche aus Osnabrück geschuldet. Eine andere, zumindest "geistige Pioniertat" beschert dem gebürtigen Schwaben Gratulationen aus der niedersächsischen Metropole: Gemeinsam mit seinem damaligen Staatssekretär, dem späteren Bundesbankpräsidenten Prof. Dr. Hans [Tietmeyer](http://www.dbu.de/123artikel25239_335.html), gilt Waigel auch als "Vater der Deutschen Bundesstiftung Umwelt", DBU. "Ohne dieses Duo hätte die DBU dem innovativen Umweltschutz in Deutschland vor allem im Mittelstand nicht auf die Sprünge helfen können. Knapp 1,3 Milliarden Euro für rund 7.300 Projekte – das ist eine Bilanz, die eng mit der Person Theo Waigel verknüpft ist", lobt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde.

21.04.2009 Pressemeldung Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

"Privatisierungserlöse von 1,28 Mrd. Euro waren wahrlich kein Pappenstiel"

Am 24. Oktober 1989 habe das Bundeskabinett auf Vorschlag von Theo Waigel den Beschluss gefasst, den Erlös aus dem Verkauf der bundeseigenen Salzgitter AG für eine Umweltstiftung zu verwenden, erinnert Brickwedde. Das sei alles andere als eine Selbstverständlichkeit gewesen. Brickwedde: "Die Privatisierungserlöse von 1,28 Mrd. Euro waren aus Sicht der Haushaltspolitiker wahrlich kein Pappenstiel. Sie hätten sie auch als reguläre Einnahmen im Bundeshaushalt verfrühstücken können, was den politischen Druck zu sparsamer Haushaltspolitik vermindert hätte. Doch sie entschieden sich damals, in der Umweltpolitik ein Signal zu setzen und eine Stiftung zur Förderung des Umweltschutzes ins Leben zu rufen." Am 18. Juli 1990 wurde das Gesetz zur Errichtung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt verkündet, am 1. März 1991 nahm sie in Osnabrück die Arbeit auf.

Umwelt- und gesundheitsfreundliche Produkte und Produktionsverfahren des vorbeugenden und integrierten Umweltschutzes im Blick

Seitdem fördert die DBU mit ihren umweltentlastenden Modellprojekten die Kreativität kleiner und mittlerer Unternehmen bei der praktischen Lösung von Umweltproblemen und gibt Anreiz für ökologische Innovationen in diesen Betrieben. Sie unterstützt umwelt- und gesundheitsfreundliche Produkte und Produktionsverfahren des vorbeugenden und integrierten Umweltschutzes und mindert das Einstiegsrisiko für Unternehmen in umweltschonendere Produktionstechniken. Sie unterstützt den Austausch von Wissen über die Umwelt zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und anderen öffentlichen oder privaten Stellen. Modellhaft werden auch national wertvolle Kulturgüter im Hinblick auf schädliche Umwelteinflüsse bewahrt und gesichert. Die DBU fördert Naturschutzvorhaben, die Lebensräume oder wildlebende Arten schützen sowie einer natürlichen, standortspezifischen Vielfalt und einer nachhaltigen Nutzung von Arten und Ökosystemen dienen. Brickwedde: "Wenn wir heute im Viertakt-Motor des Mittelstandes die Kurbelwelle sind, dann ist Theo Waigel unser Nicolaus Otto."


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