Der Limes in Hessen – den Archäologen über die Schulter schauen

Mit dem Vortrag „Der Limes in Hessen“ des Landesarchäologen und Direktors des Römerkastells Saalburg Prof. Dr. Egon Schallmayer beginnt am 31. März eine Ausstellung der Landesarchäologie zu diesem Thema im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Prof. Schallmayer nimmt die Zuhörer mit auf eine virtuelle Reise entlang bedeutender Denkmäler des hessischen Limes und stellt herausragende neue Forschungsergebnisse zur Archäologie und Geschichte der einstigen römischen Reichsgrenze vor.

25.03.2009 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Während des Eröffnungsabends wird das Publikum auch live zusehen können, wie Restauratorinnen zwei noch in der Erde befindliche Grabinventare aus dem frühmittelalterlichen Gräberfeld von Wölfersheim-Berstadt (Wetteraukreis) freilegen. Die 2007 ausgegrabenen Grabinventare bilden zurzeit auch einen Arbeitsschwerpunkt der archäologischen Restaurierungswerkstatt des Landesamts für Denkmalpflege. Das Gräberfeld umfasst rund 400 Gräber und Tausende von Einzelobjekten, mit deren Restaurierung voriges Jahr begonnen wurde.

Die Ausstellung „Der Limes in Hessen“ beschreibt nicht nur den historischen Hintergrund, den Verlauf und die Kastellplätze des Limes, sondern erläutert auch das Leben der Menschen in den Zivilsiedlungen an der antiken Grenze. Die Ausstellung vermittelt zudem spannende Einblicke in die Aufgaben und den Alltag der Archäologen in Hessen. Gezeigt werden Originalfunde aus den römischen Kastellen Saalburg und Zugmantel sowie Grabbeigaben aus den Gräbern des frühmittelalterlichen Friedhofs von Wölfersheim-Berstadt. Beantwortet wird auch die Frage, welche Kleidung und Ausrüstung die römischen Soldaten trugen.

Abgerundet wird die Ausstellung durch Bücher und Broschüren, die anschaulich über die Geländedenkmäler, neue Ausgrabungen, herausragende Fundstücke und Ausstellungen sowie Funde der Erd- und Frühgeschichte in Hessen informieren.

Der Vortrag und die Ausstellungseröffnung finden am Dienstag, 31. März 2009, um 19.30 Uhr im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Rheinstraße 23-25, in Wiesbaden, statt. Die Ausstellung ist vom 1. April bis 17. April, jeweils mittwochs bis samstags zwischen 11 und 18 Uhr zu sehen. Am 7. April und am 16. April werden jeweils um 18 Uhr öffentliche, unentgeltliche Führungen angeboten. Führungen für Schulklassen sind nach vorheriger Anmeldung bei Dr. Eveline Grönke (Telefon 0611 / 6906-162 oder 0162-7790946) vom 1. bis 3. April 2009 möglich. Der Vortrag, die Ausstellung sowie die Führungen sind jeweils kostenlos.


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