Deutsch-Polnischer Ausschuss für Bildungszusammenarbeit vereinbart erste gemeinsame Arbeitsschritte
Der neu gegründete Ausschuss für Bildungszusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission hat auf seiner konstituierenden Sitzung in Neustrelitz heute die gemeinsame Geschäftsordnung beschlossen und sich über die Arbeitsthemen geeinigt.
13.01.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernWie die beiden Ko-Vorsitzenden des Ausschusses, für Deutschland Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern und Beauftragter der Kultusministerkonferenz, für Polen Mirosław Sielatycki, Staatssekretär im Ministerium für Nationale Bildung der Republik Polen, mitteilten, erarbeitet der Ausschuss Lösungsansätze und Konzepte zur Verbesserung der Zusammenarbeit beider Seiten im Bildungsbereich, die mit Hilfe der zuständigen Stellen in der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen umgesetzt werden. Bei Themen, die der Unterstützung der Regierungen beider Länder bedürfen, werden Empfehlungen an die Regierungen ausgesprochen.
Dem Ausschuss gehören neben den beiden Ko-Vorsitzenden bis zu 12 Mitglieder jeder Delegation an, die der Ko-Vorsitzende für seine Seite beruft. Die Mitglieder können für bestimmte Themen Sachverständige hinzuziehen. Für die Erledigung spezieller Aufgaben können Arbeitsgruppen eingesetzt werden.
Der Ko-Vorsitzende für Deutschland, Minister Tesch: "Ich bin sicher, dass wir mit diesem Ausschuss Bildungsthemen voranbringen werden und für eine schnelle Umsetzung und Unterstützung sorgen können."
Der Ko-Vorsitzende für die Republik Polen, Staatsekretär Mirosław Sielatycki: "Es gibt bereits zahlreiche gute Erfahrungen im Bildungsbereich entlang unserer gemeinsamen Grenze, auf die wir aufbauen können und die wir weiter entwickeln wollen, um so eine sehr praxiswirksame Arbeit zu leisten und für andere EU-Länder ein Modell für Bildungszusammenarbeit anzubieten."
Der Deutsch-Polnische Ausschuss für Bildungszusammenarbeit hat sich auf einen abgestimmten Arbeitsplan geeinigt.
Dazu wurden drei Ad-hoc- Arbeitsgruppen gebildet zu den Themen
- Allgemeine schulische Bildung - einschließlich frühkindlicher Aspekte
- Berufliche Bildung
- Hochschulbildung.
Als erste konkrete Vorhaben wurden die Vorbereitung der Einführung von Polonistik an der Humobldt-Universität Berlin, die Fertigstellung des deutsch-polnischen Geschichtsbuchs oder auch die Vorbereitung eines deutschen-polnischen Tages an Schulen im jeweiligen Nachbarland benannt.
Die Aufgabe der Arbeitsgruppen besteht darin, zunächst für die einzelnen Bereiche die derzeitige Situation zu erfassen, um davon ausgehend Prioritätenlisten für die nächsten Aufgaben für die drei Arbeitsthemen zu erarbeiten.
Diese sind dann Thema der nächsten Sitzung des Deutsch-Polnischen Ausschusses im Juni 2011 in Warschau.
Keine Kommentare vorhanden