Die Geschichte des deutschen Frauenfußballs als Hörbuch
Die Frauenfußball-Nationalmannschaft ist spätestens seit dem viermaligen Gewinn der Europameisterschaften und dem Sieg bei der Weltmeisterschaft 2003 zum sportlichen Aushängeschild Deutschlands geworden. Die Geschichte des Frauenfußballs ist jedoch kaum eine ruhmreiche Seite in der Geschichte des deutschen Fußballs. Woran die Fußballerinnen den geringsten Anteil haben, denn noch bis zum Jahre 1970 war Frauenfußball offiziell vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) verboten.
06.09.2007 Pressemeldung Bundeszentrale für politische BildungPünktlich zum Beginn der Frauenfußball-WM in China veröffentlicht die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb das Hörbuch "Verlacht, verboten und gefeiert - Zur Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland". Während von fußballspielenden Frauen im wilhelminischen Deutschland schlicht als "Lachnummern" die Rede war, wurde die Verhinderung von Frauenfußball in der Weimarer Republik mit der Angst vor eine r "Vermännlichung der Frau" begründet. Die N ation al sozialisten verboten Frauen jede Form von Leistungssport. Auch im Nachkriegsdeutschland wollte man sich "mit dieser Angelegenheit nie ernsthaft beschäftigen" (Peco Bauwens, DFB) und bekräftigte das "Damenfußball-Verbot".
Abseits des DFB gewann der Frauenfußball jedoch an Zulauf, zahlreiche Vereine wurden gegründet und erste Länderspiele ausgetragen. Der DFB hob sein Verbot erst 1970 auf. Der Sieg der Fußballerinnen bei der Europameisterschaft 1989 markierte zwar einen Durchbruch - dass die DFB-Prämie für den E M- Titel ein Ka ffee- und Tafelservice war, zeigte jedoch, dass sich die Frauen von dem Klischee der "fußballspielenden Hausfrauen" noch nicht emanzipieren konnten. Dem Sieg der deutschen Nationalelf bei der Weltmeisterschaft 2003 gingen noch Jahre des Kampfes um Fu DFballgleichberechtigung voraus.
Das Feature aus Gesprächen, Reflexionen, O-Tönen und Reportageausschnitten dokumentiert in einer Gesamtspieldauer von 71 Minuten den Kampf der Frauen um die Anerkennung und Förderung ihres Sports von 1900 bis 2003. Komplettiert wird die Hördokumentation durch Beiträge zur geschichtliche Entwicklung des Frauenfußballs in den europäischen Nachbarländern.
Das Hörbuch "Verlacht, verboten und gefeiert" kann ab dem 6. September für eine Bereitstellungspauschale von 4 Euro über die Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung www.bpb.de bestellt werden. Zum Nachlesen gibt es ein umfangreiches Online-Dossier zum Thema Frauenfußball unter www.bpb.de/frauenfussball.
Eine Wanderausstellung mit dem gleichnamigen Titel "Verlacht, verboten und gefeiert. Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland", die die bpb in Kooperation mit der VHS-Aachen zeigt , ist noch bis zum 31.09. in Rotenburg/Wümme zu sehen.
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