Erfolgreich, sozial und kulturell engagiert. Enteignet, vertrieben, ermordet: Die Familie Gans 1350–1963
Angela von Gans wollte mehr wissen: Als Vertreterin einer Familie, die europäische, deutsche und nicht zuletzt auch Frankfurter Geschichte geschrieben hat, spürte sie gemeinsam mit der Münchner Historikerin Monika Gröning der Historie einer Dynastie nach und hat eine umfangreiche Studie über die Geschichte ihrer Familie erstellt. In einer Veranstaltung des Forums Wissenschaft + Kunst und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main wird sie am Donnerstag, 14. Februar 2008, im Jüdischen Museum im Gespräch mit der Journalistin Ulrike Holler die "Geschichte der Familie Gans 1350-1963 – Ursprung und Schicksal einer wiederentdeckten Gelehrten- und Wirtschaftsdynastie", so der Titel der Studie, nachzeichnen.
08.02.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstDie deutsch-jüdische Familie Gans hat Wirtschaft und Kultur in Frankfurt und Umgebung wie kaum eine andere über einen langen Zeitraum beeinflusst. Die Familie brachte erfolgreiche Unternehmer im europäischen Metall-, Textil- und Lederhandel hervor. Im 19. Jahrhundert gehörte sie zu den erfolgreichsten Pionieren der Chemieindustrie: Die von ihr mit gegründete Cassella AG entwickelte sich zu einem Weltunternehmen und gehörte schließlich zum I.G. Farben Konzern. Die Familie brachte großzügige Stifter und Mäzene für Frankfurt und Berlin hervor; unter anderem zählt sie zu den Stiftern der Universität Frankfurt, die mit Beginn dieses Jahres in Anknüpfung an ihre Gründertradition in eine Stiftung öffentlichen Rechts umgewandelt worden ist.
Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 14. Februar 2008, um 19 Uhr im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14-15, 60311 Frankfurt am Main. Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen geben Sybille Münch (sybille.muench( at )hmwk.hessen.de, Telefon 0611 / 32-3505, Fax -3508) und Fritz Backhaus (fritz.backhaus( at )stadt-frankfurt.de, Telefon 069 /212 -38804, Fax -30705).
Keine Kommentare vorhanden