Für die Entgeltgleichheit: "Junge Frauen müssen ihre Bildung nutzen - und die Wirtschaft muss mitmachen"

Der größere Teil der Bevölkerung Deutschlands ist weiblich, nämlich 41,9 Millionen, also 51 Prozent der 82,2 Millionen Menschen. Allerdings verdienen Frauen viel weniger als Männer: europaweit sind es 17,4 Prozent, in Deutschland sogar 23 Prozent weniger.

06.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Was ist zu tun, um Entgeltgleichheit zu schaffen? Die Lösungsansätze basieren auf drei Säulen. "Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist von herausragender Bedeutung, sagt Annegret Kramp-Karrenbauer, saarländische Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, *Elterngeld, Ausbau der Kinderbetreuung sowie Verbesserungen für Pflegende sind erste erfolgreiche Schritte. Während die Politik entsprechende Rahmenbedingungen schafft, besteht allerdings großer Handlungsbedarf in Unternehmen. Die initiierten Initiativen für familienfreundliche Betriebe müssen konsequent weiter entwickelt werden. Kramp-Karrenbauer: *Hier ist die Wirtschaft, auch und besonders in Zeiten der Wirtschaftskrise gefordert, ihren Teil zur Umsetzung beizutragen."

Die saarländische Landesregierung hat die Servicestelle Arbeiten und Leben im Saarland (ALS) eingerichtet, bietet Service und Beratung für interessierte saarländische Betriebe (siehe auch www.familie.saarland.de).

Zweite Säule ist, das Bewusstsein der Frauen für die Problematik zu schärfen. "Junge Frauen müssen ihre mittlerweile hervorragende schulische Bildung für den Arbeitsmarkt zu nutzen wissen", sagt Kramp-Karrenbauer, "Mädchen und junge Frauen müssen für zukunftsfähige Berufe sensibilisiert werden." Deshalb unterstützt die Landesregierung aktiv den Girls Day* und das Programm MINT-Berufe, bei dem den Frauen typische Männer-Berufe geöffnet werden sollen (siehe auch www.bildung.saarland.de). Die dritte Grundvoraussetzung für die Entgeltgleichheit ist außerdem die Schaffung neuer, diskriminierungsfreier Regelungen bei der Bewertung von Leistungen und Tätigkeiten. "Das ist Aufgabe der Tarifpartner", sagt Kramp-Karrenbauer und fordert die Tarifvertragsparteien auf, dringend die existierenden Systeme zu überarbeiten.

Der Öffentliche Dienst des Saarlands bietet mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten wie flexible Arbeiszeiten, Teilzeitbeschäftigung, Telearbeit, Beurlaubung aus familiären Gründen und flexible Elternzeit. Auch "kleine Maßnahmen2 wie die Kinderferienbetreuung zeigen große Wirkung. "Wir gehen mit gutem Beispiel voran", sagt Kramp-Karrenbauer.


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