Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Equal Pay Day 2009

Die GEW Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Forderungen des Aktionsbündnisse zum zweiten bundesweiten "Equal Pay Day" zur Aufhebung der Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen im Berufsleben.

19.03.2009 Pressemeldung GEW Mecklenburg-Vorpommern

"Immer noch sind Frauen im Erwerbsleben vielfach benachteiligt. Die Wahrnehmung von Erziehungszeiten führt bei ihnen auch heute noch zu geringeren Aufstiegsmöglichkeiten." GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner beobachtet mit Sorge vor allem die Entwicklung an den Hochschulen des Landes: "Der überwiegende Teil der Professuren im Land ist männlich besetzt. Sind Frauen etwa die schlechteren Wissenschaftlerinnen?" An diesem Beispiel wird auch die Komplexität des Themas Entgeltgleichheit deutlich, geht es doch um weit mehr als die gleiche Bezahlung auf der gleichen Entgeltstufe.

"Darüber hinaus stellen wir fest, dass die Kolleginnen und Kollegen in den Schulen den Schülerinnen und Schülern zwar beibringen, dass Männer und Frauen in unserer Gesellschaft gleichberechtigt sind, treten letztere jedoch in die Wirklichkeit des Erwerbslebens ein, stellen sie schnell den Unterschied zwischen Theorie und Praxis fest."

Laut Erhebungen des Bundesamtes für Statistik verdienen Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger als vergleichbare männliche Kollegen. Damit gehört Deutschland zu den Schlusslichtern in Europa. "Wir fordern, dass Konzepte zum Abbau dieser Gehaltsdiskriminierung, die in anderen europäischen Ländern längst funktionieren, auch hier eingesetzt werden." Hinzu kommt, dass Frauen in den neuen Bundesländern dadurch und durch die Entgeltungleichheit zwischen Ost und West vielfach doppelt bestraft sind.

Die Idee des "Equal Pay Day" stammt aus den USA. In Deutschland ist er eine Aktion des Verbands Business and Professional Women Germany e.V. und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Durchgeführt wird der Tag mit Unterstützung des Deutschen Frauenrates und seiner Mitgliedsverbände.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden