Grüne und Linke erkundigen sich nach Ausnutzung von Arbeitslosen in Praktika

(hib/MPI) Die mögliche missbräuchliche Ausnutzung von Arbeitslosen in Unternehmenspraktika thematisiert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage ([16/6362](http://dip.bundestag.de/btd/16/063/1606362.pdf)).

21.09.2007 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Sie bezieht sich darin auf einen Fernsehbericht des ARD-Magazins "Report Mainz" vom 27. August. Darin war den Angaben zufolge aus Görlitz, Düren und Osnabrück berichtet worden, dass es zu erheblichen Überschreitungen der maximalen Praktikumsdauer von zwölf Wochen, zu falschen Versprechungen über anschließende Festeinstellungen und zur Ersetzung von regulärem Personal durch die Praktikanten gekommen sei.

Im Rahmen der Arbeitsförderung können Arbeitslose nach dem Sozialgesetzbuch in so genannten Eignungsfeststellungen und Trainingsmaßnahmen an Betriebe vermittelt werden. Die Abgeordneten wollen nun wissen, wie viele dieser Praktika es in den Jahren 2006 und 2007 gegeben hat, wie lange die Maßnahmen im Schnitt dauerten und in wie vielen Fällen die maximale Dauer überschritten wurde.

Die Grünen fragen ferner, welche Erkenntnisse der Bundesregierung über Mitnahmeeffekte und die Substitution von regulären Arbeitsplätzen hat und wie sie das verhindern will.

In einer weiteren Kleinen Anfrage (16/6375) erkundigt sich auch die Fraktion Die Linke nach den gesetzlichen Grundlagen für Praktika von Arbeitslosengeld-II-Empfängern.

Ansprechpartner

Deutscher Bundestag

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden