Hessische Filmförderung unterstützt 84 Projekte mit 942.000 Euro
Die unabhängig tagenden Jurys der Hessischen Filmförderung (HFF) der Filmförderung des Landes Hessen (HFF-Land) und der Filmförderung des Hessischen Rundfunks (HFF-hr) haben in ihren Frühjahrssitzungen Fördermittel in Höhe von insgesamt 942.115 Euro an 84 Projekte vergeben.
21.04.2009 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstDie Jury für die HFF-hr entschied sich für 17 Projekte, denen sie 385.000 Euro zusprach. Die Jury für die HFF-Land wählte 22 Projekte aus, die vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit 213.375 Euro unterstützt werden. Darüber hinaus sind 19 Abschlussfilme hessischer Hochschulen für eine Förderung mit 33.865 Euro vorgesehen (HFF-Land). Die Abspiel-Jury (HFF-Land) schlug 26 hessische Filmfestivals, Veranstaltungen und Digitalisierungsmaßnahmen von Kinos zur Förderung mit insgesamt 306.500 Euro vor.
Die höchste Fördersumme insgesamt 100.000 Euro von beiden Förderungen geht an den Spielfilm Im Alter von Ellen, eine deutsch-französische Koproduktion der Pandora Film Frankfurt. Pia Marais, die für ihr Spielfilmdebüt Die Unerzogenen den Preis der deutschen Filmkritik erhielt, wird von der in Frankfurt lebenden Flugbegleiterin Ellen erzählen, die nach dem Verlust ihres Lebensgefährten und ihres Arbeitsplatzes kurzzeitig Halt bei einer Gruppe radikaler Tierschutzaktivisten sucht, ohne sich ihnen wirklich anzuschließen.
Der Dokumentarfilm Falterwelten erhält insgesamt 75.000 Euro von beiden Förderungen. Christoph Schuch zeigt darin Menschen auf verschiedenen Kontinenten, die die gleiche Leidenschaft verbindet: Schmetterlinge. Im Norden Thailands besucht der Wiesbadener Filmemacher Menschen, deren Lebensunterhalt vom seidenen Faden kleiner Raupen abhängt, während er in schwäbischen Labors auf Ingenieure trifft, die sich bei Motten und Schmetterlingen die Tricks der Natur abschauen.
Die Frankfurterin Anja Czioska wird mit 30.000 Euro von beiden Förderungen unterstützt. In ihrem experimentellen Dokumentarfilm the rise of the underground macht sie sich als rasende Reporterin auf die Spurensuche nach den Protagonisten der Frankfurter Kunst-/Club-Off-Szene und trifft auf Künstler, Direktoren, Kuratoren, DJs, Clubbesitzer und andere Kreativgeschöpfe der Stadt.
In dem Dokumentarfilmprojekt Von Kindern beobachtet und begleitet Niko Apel Frankfurter Kinder, die selbst gerade Dokumentarfilme drehen und mit Kamera und Mikrofon auf Entdeckungsreise in ihrem Alltag sind. Dabei ist u.a. die elfjährige Karina, die in einem Seniorenheim einen Film über das Thema Liebe dreht. Sie möchte mit Menschen sprechen, die mehr Erfahrung auf diesem Gebiet haben als sie selbst (40.000 Euro, HFF-hr).
Die höchsten Fördersummen für Festivals gehen an das 26. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest (50.000 Euro), das 22. exground filmfest Wiesbaden (40.000 Euro), an Nippon Connection - 9. Japanisches Filmfestival Frankfurt (32.000 Euro) und das 33. Open Air Filmfest Weiterstadt (32.000 Euro) (alle HFF-Land).
Die Kooperation mit dem DrehbuchCamp in Wiesbaden ermöglicht die Vergabe von acht Stipendien. Mit diesen Stipendien können Autoren und Produzenten ihren Projekten den letzten dramaturgischen Schliff verleihen oder sich im Rahmen verschiedener Kurse fortbilden.
Die Jury-Entscheidungen trafen für die HFF-Land: Bastian Clevé (Produzent), Michael Coldewey (Produzent und Regisseur) und Johann Feindt (Filmemacher und Kameramann), für die HFF-hr: Valentin Holch (Produzent), Dr. Lili Kobbe (Redakteurin Fernsehen / Spiel und Spielfilm im hr) und Dr. Susanne Wolfram (Produzentin) und für die Abspiel-Jury (HFF-Land): Steffen Heinke (Kinobetreiber), Michael Jurich (Kinobetreiber / Kommunales Kino in Mannheim), Medard Kammermeier (Arbeitskreis Film Regensburg, Lehrbeauftragter), Ute Mader (Kino- und Festivalbetreiberin), Karl Maier (Festival- und Veranstaltungsbetreiber), Robin Mallick (Kurzfilmfestival Dresden), Heide Schürmeier (Festival- und Veranstaltungsbetreiberin, Vision Kino u.a.), Jörg Witte (Festival- und Veranstaltungsbetreiber, u.a. Vorsitzender des Saarländischen Filmbüros).
Alle Förderergebnisse sind unter www.hessische-filmfoerderung.de ausführlich beschrieben.
Hessischer Rundfunk, Hessische Filmförderung, Hessisches Ministerium Pressestelle Geschäftsstelle für Wissenschaft und Kunst, Pressereferat
Keine Kommentare vorhanden