Hohe Auszeichnung für Merziger Bürger

Kultusminister Jürgen Schreier überreichte am Freitag (26.01.07) Winfried Vogt aus Merzig das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der Minister würdigte Winfried Vogt als Persönlichkeit, die sich stets selbstlos und mit großem Enthusiasmus für die Gesellschaft eingesetzt und sich dadurch besondere Verdienste erworben habe.

26.01.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Winfried Vogt hat sich über seine Dienstpflicht hinaus - auch mit erheblichem Opfer an Freizeit - auf den verschiedensten gesellschaftlichen Gebieten ehrenamtlich im Sinne des Gemeinwohls engagiert", betonte Kultusminister Jürgen Schreier in seiner Laudatio.

Winfried Vogt war seit 1954 als Lehrer, ab 1964 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1994 an der damaligen Volksschule und späteren Grund- und Hauptschule Hilbringen tätig - zuletzt als Schulleiter. Er hat es stets als seine Aufgabe empfunden, sich über das übliche Maß für die Belange seiner Kolleginnen und Kollegen im Bereich des Schulamtes Merzig einzusetzen. Im Jahre 1977 wurde er in den Bezirkspersonalrat gewählt und war zwischen 1981 und 1993 Personalratsvorsitzender.

Vogt war außerdem ab 1962 mehr als 32 Jahre lang als Schulsportbeauftragter der Schulregion Merzig tätig. Viel Freizeit widmete er der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung des Bundeswettbewerbs *Jugend trainiert für Olympia". Bei diesem vielfältigen Wettbewerb konnte er sein Organisationsgeschick einbringen. Winfried Vogt hat eine Ende der 90er Jahre durchlittene lebensbedrohende Erkrankung sicher auch dank seiner sportlichen Disziplin überstanden und steht seitdem wieder beim jährlichen Frühjahrsfinale von *Jugend trainiert für Olympia" in Berlin für den Schulsport zur Verfügung.

Seiner intensiven Arbeit und Vermittlung zwischen Fachlehrern und den Sportverbänden bzw. *vereinen ist es zu verdanken, dass die Schulen der Schulregion Merzig bis heute zur schulsportlichen Spitze im Saarland zählen.

In seiner Funktion als Schulsportobmann des Handball-Verbandes Saar war Winfried Vogt ein wichtiger und hilfreicher Verbindungsmann zwischen dem Kultusministerium - speziell dessen Schulsportreferat - und dem Handball-Verband, der ihn auf Bundesebene zum Schulsportreferenten bestellte und ehrenamtlich einsetzte.

Da sich Winfried Vogt auch über 20 Jahre lang im Bereich der Lehrerfortbildung engagierte, konnte er in idealer Weise sportliche Erfahrungen in die Lehrerbildung und schulische Erfahrungen in die Sportorganisation einbringen.

Als aktiver Feldhandballer spielte er bis 1955 mit der Saarauswahl bei internationalen Begegnungen und war Weltmeisterschaftsteilnehmer. Er verstand es, jungen Sportlern die Grundwerte des Sports - Achtung des Gegners und Respektierung der Regeln im Wettkampf - zu vermitteln.

Darüber hinaus setzte sich der Vater von sechs inzwischen erwachsenen Kindern über drei Jahrzehnte für kirchliche Belange der Pfarrgemeinde Hilbringen, des Dekanates Merzig und der Diözese Trier ein. Vogt hat rund 30 Jahre lang als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates Verantwortung getragen und war Mitglied des Dekanatsrates, des Diözesenrates sowie des Landeskatholikenausschusses.

Dem Ortsrat des Merziger Stadtteils Hilbringen gehörte Winfried Vogt zwischen 1974 und 2003 an. Im Jugendwohlfahrtsausschuss des Kreises Merzig-Wadern wirkte er von 1979 bis 1989.

Kultusminister Jürgen Schreier: "Sein Wirken hat Winfried Vogt stets selbstlos und mit großem Enthusiasmus erbracht. Er hat sich dadurch Verdienste erworben, die die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande uneingeschränkt rechtfertigen."


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