Integration Song Contest 2009 in der Pumpe am Dienstag, 31. März 2009

Im Herbst 2008 wurde der Integration Song Contest (INSOCO) zum zweiten Mal nach 2007 ausgeschrieben. 25 Schulteams der 7. bis 9. Jahrgangsstufe haben sich angemeldet, 18 werden mit knapp 200 Jugendlichen am 31. März 2009 in der Pumpe in Kiel in einem öffentlichen Contest um den 1. Preis wettstreiten. In diesem Wettbewerb geht es um Musik, aber eben auch um das Thema Integration: 2009 wurde von den teilnehmenden Teams der Baustein "Respekt" bearbeitet: Was heißt Respekt in ihrer Lebenswelt und ihrer Schule? Ihre Ergebnisse haben sie auf ein Plakat und in einen Songtext gebannt. Gewinner des Contestes sind diejenigen mit der größten Zustimmung von Publikum, gesetzter Jury und den anderen Teams.

26.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave, die die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hat, bezeichnete den Contest als gutes Beispiel für "gelebte Inklusion". "Unter dem Motto "Besser zusammen" begehen wir in Schleswig-Holstein 2009 das Jahr der Inklusion, mit dem wir für das Konzept der inklusiven Bildung werben wollen." Eine inklusive Schule stelle sich auf alle Kinder ein und fördere jedes Kind nach seinen individuellen Fähigkeiten. Der Integration Song Contest sei die beste Werbung für dieses Ziel.

Projektleiter Martin Weber sagte: "Der Wettbewerb ist eine zielgruppenspezifische Antwort auf gesellschaftspolitische Herausforderungen, die uns heute bereits und in den kommenden Jahrzehnten beschäftigen werden: Wie integrieren und erreichen wir Jugendliche, die sich als Randgruppe und Außenseiter immer mehr abkapseln und sich als Problem für unsere multikulturellen Gesellschaft entwickeln?" Integration sei dabei vielschichtig zu verstehen: verschiedene Geschlechter, Talente, Handicaps aber eben auch Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturkreise. Fehlende Integration bedeute Konflikte auf allen nur denkbaren Ebenen, was die alltägliche Erfahrung in diesen Schulen wieder spiegele. "Integration lässt sich durch eine individuelle und kollektive, in diesem Zusammenhang schulische Identitätsentwicklung fördern. Das heißt, Integration können wir befördern, in dem Jugendliche und das Schulpersonal einen Rahmen für gemeinsame Ausdrucksformen finden und dies nach außen positiv darstellen. Jugendliche lernen aber nicht nur abstrakt, sondern vielmehr konkret und stark schwankend nach ihrer emotionalen Befindlichkeit."

INSOCO sei eine Form, die die Begriffe Integration und Respekt koppele mit einer allseits akzeptierten Leidenschaft: Musik. Es sei ein Angebot an die Teams, sich gemeinsam Zeit für dieses Thema zu nehmen, sich in der Musik zu finden und sich in der Gruppe verstehen zu lernen, ernst genommen zu werden und Freude und Spaß zu haben. "Jeder Jugendliche, der auf der Bühne gestanden hat, hat etwas geschafft und eine Menge Selbstvertrauen getankt, das ihn stark macht", zeigte sich Projektleiter Martin Weber überzeugt.

Dieser Wettbewerb wird von der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für MigrantInnen in Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Aktion Jugend- und Kinderschutz Schleswig-Holstein und der Kampagne "gewalt überwinden" der Nordelbischen Kirchen getragen. Finanziell und ideell unterstützt wird der Wettbewerb vom Ausschuss kirchlicher Weltdienste, Bingo Projektförderung SH, dem IQSH, der Jugendstiftung der Fördesparkasse und der Stadt Kiel sowie CLK Flensburg und INSOUND Kiel.

Hinweis an die Medien
Der Integration Song Contest beginnt am Dienstag, 31. März, um 16.30 Uhr im Kieler Veranstaltungszentrum "Pumpe", Haßstraße 22, 24103 Kiel. Für weitere Informationen und Rückfragen steht der Organisator der Veranstaltung Martin Weber zur Verfügung. Telefon: 0176-76041406, E-Mail:


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