Kulturkate Neu Lübtheen als Botschafter der Toleranz ausgezeichnet

Auf Vorschlag von Kultusminister Henry Tesch ist das Theater Kulturkate Neu Lübtheen e.V. für seine Projekte gegen Rechts als "Botschafter der Toleranz" bei einem Festakt zum Tag des Grundgesetzes in Berlin ausgezeichnet worden.

23.05.2007 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

Das von der Bundesregierung geförderte Bündis für Demokratie und Toleranz würdigt mit dieser Auszeichnung das zivile Engagement und unterstüzt damit Aktivitäten und Maßnahmen gegen extremistische Tendenzen, Fremdenfeindlichkeit und Amtisemitismus. Der Verein Kulturkate Lübtheen wurde gemeinsam mit 6 weiteren Preisträgern aus bundesweit 124 Vorschlägen ausgewählt und im Haus der Berliner Festspiele geehrt.

Das Theater Kulturkate e.V. hat sich mit vielfältigen Veranstaltungen in den vergangenen Jahren einen guten Namen über die Landesgrenzen hinaus gemacht.

Neben der Weiterführung des Projektes "Kultur gegen Rechts", bei dem im März 2007 die Eigenproduktion von Klaus Chattens "Unser Dorf soll schöner werden" seine Premiere feierte, erwartet alle Kulturinteressierten in den diesjährigen Sommerfreilichtspielen die Aufführung von Shakespeare`s "Sommernachtstraum". Für die jüngste Generation wird auch in diesem Jahr ein mobiles Kinderstück produziert, mit dem die Künstler ihr Publikum u.a. in Schulen aufsuchen werden.

Das Land Mecklenbenburg-Vorpommern fördert den Verein in diesem Jahr mit 11.000 Euro.

Das "Theater Kulturkate" wurde im Februar 1998 von Volkert Matzen und Charlotta Bjelfvenstam in der ausgebauten Diele des alten südwestmecklenburgischen Bauernhauses eröffnet und ist seit 2004 ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Ziel der Betreiber ist es, in einer Region mit geringem kulturellen Angebot ein anspruchsvolles Volkstheater unter professioneller Anleitung und Beteilgung von Einwohnern und Besuchern zu realisieren.

Nach mehreren Kammerspielen in der ausgebauten Diele des Bauernhauses fanden im Sommer 1999 auf dem weitläufigen Gelände der Kulturkate die ersten Freilichtspiele mit großem Erfolg statt. Auch in den folgenden Jahren fanden sie eine breite Resonanz, so dass sich die Betreiber seither vorrangig auf die Ausrichtung der Sommerfestspiele konzentrieren. Daneben finden auch die seit 2003 produzierten alljährlichen mobilen Kinderstücke in der Region großen Zuspruch. Seit September 2006 hat die Kulturkate mit der Reihe "Kultur gegen Rechts" Aktionen gegen Faschismus und Intoleranz gestartet und somit ihre Empörung über den Einzug der NPD in den Landtag artikuliert.

Die Kulturkate ist mittlerweile fest in der Region verwurzelt und findet breite Unterstützung in der Bevölkerung.


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