Kultusminister Henry Tesch empfiehlt der Stiftung Mecklenburg die landesweite Ausrichtung in Mecklenburg-Vorpommern

Bis 2010 soll die Stiftung Mecklenburg mit Sitz in Ratzeburg (Schleswig-Holstein) nach Mecklenburg-Vorpommern umziehen. Nach dem Beschluss des Stiftungsrates der Stiftung Mecklenburg im Mai 2007 hat der Kultusminister Henry Tesch strukturelle Voraussetzungen geschaffen, um diesen Prozess zu unterstützen.

16.09.2008 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

Die Landeshauptstadt Schwerin, der Landkreis Nordwestmecklenburg mit Schloss Bothmer in Klütz und die Stadt Neustrelitz hatten der Stiftung zuletzt vorgeschlagen, sich hier niederzulassen.

In den vergangenen Monaten sind die Angebote und Möglichkeiten, die diese Orte für die Stiftung bieten, durch das Ministerium umfassend geprüft und im Kontext der im Land bestehenden kulturellen Angebote diskutiert worden.

Minister Tesch hat sich nun dafür ausgesprochen, dass die Vertreter des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Stiftungsrat der Stiftung Mecklenburg für ein Konzept eintreten sollen, nach dem die Landeshauptstadt Schwerin Sitz der Geschäftsstelle der Stiftung wird. Gleichermaßen soll in Neustrelitz, im dort geplanten KulturHistorischen Zentrum, der Sitz der Bibliothek der Stiftung entstehen. Darüber hinaus sollen die Möbel aus dem ehemaligen Neustrelitzer Schloss sowie Stücke aus der Gemäldesammlung als langfristige Leihgabe der Stiftung wieder nach Neustrelitz kommen.

Ein weiterer Teil der Stiftungsarbeit ist weiterhin im "Haus Mecklenburg" in Ratzeburg (Schleswig-Holstein) geplant. So soll die Verbindung zu den "Exil"-Mecklenburgern, die die Stiftung in den vergangenen Jahrzehnten begleitet haben, gehalten werden und ein lebendiger Ort der länderübergreifenden Zusammenarbeit entstehen. Dabei werden auch Verbände und Kulturvereine aus Mecklenburg-Vorpommern Akzente setzen.

Diese Aufstellung sowie ein zukünftig viel stärkeres Hervortreten mit Bildungsangeboten wird als der geeignete Weg, dem Anliegen der Initiatoren der Stiftung Mecklenburg zur Erhaltung Mecklenburger kultureller Traditionen als Teil des deutschen Kulturerbes beitragen zu wollen, gesehen.

Außerdem will Minister Tesch der Niederdeutschen Sprache noch größere Aufmerksamkeit widmen. Sowohl in Ratzeburg in Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein, als auch in Mecklenburg-Vorpommern z. B. gemeinsam mit dem Fritz-Reuter-Museum in Stavenhagen sollen konkrete Anlaufpunkte geschaffen werden.

Hintergrund:

Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt entsprechend der Satzung drei Vertreter im Stiftungsrat der Stiftung Mecklenburg. Daneben gibt es drei Vertreter der Landsmannschaft Mecklenburg, drei Vertreter des Landes Schleswig-Holstein sowie je einen Vertreter aus den Landkreisen Ludwigslust, Nordwestmecklenburg und Herzogtum Lauenburg (Schleswig-Holstein), so dass sich der Stiftungsrat aus insgesamt 12 Personen zusammensetzt. Von diesen 12 Personen müssen mindestens neun für eine Satzungsänderung stimmen, um über einen neuen Sitz der Stiftung zu beschließen. Der Beschluss über die Sitzverlagerung von Ratzeburg (Schleswig-Holstein) nach Mecklenburg-Vorpommern erfolgte auf der Stiftungsratssitzung im Mai 2007.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat 2008 die deutliche Förderung von Projekten der Stiftung Mecklenburg wieder aufgenommen.

Gegenwärtig wird die Erarbeitung eines Konzeptes der Stiftung für Ausstellungen an den zukünftigen Sitzorten der Stiftung unterstützt. In diesen Ausstellungen soll dem Anliegen der Stiftung, ihrem Engagement für die Traditions- und Heimatpflege, Rechnung getragen werden.

Außerdem will die Stiftung mit einer Ausstellung zur Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte Mecklenburgs die Grundlagen für ein neues museales Angebot in Mecklenburg-Vorpommern schaffen.

Ein weiteres durch das Kultusministerium gefördertes Projekt ist die Erarbeitung und Präsentation einer Wanderausstellung "Herrenhäuser im Wandel der Zeiten" mit Begleitprogramm und Broschüre. Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht eine Auswahl von mehr als 100 Jahre alten Fotos aus dem Hamburger Foto-Atelier Mencke. Mit dieser Aktivität will die Stiftung Mecklenburg auf die Reichhaltigkeit Ihrer Bestände aufmerksam machen. Diese Wanderausstellung startete im Juli in Kooperation mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern in Ulrichshusen. Seit dem 12. September wird sie in Ratzeburg und danach in Neustrelitz sowie in Schwerin gezeigt. Für das nächste Jahr liegen bereits Interessenbekundungen von Außenstandorten der Bundesgartenschau (BUGA) vor.


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