Kultusministerium will Film- und Medienstandort in Wismar stärken, nicht schwächen
Mit Verwunderung reagierte Kultusminister Henry Tesch auf die Vorwürfe des MV Film e.V., wonach das Landesfilmzentrum vom Land "platt gemacht" werde.
24.01.2007 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern"Im Gegenteil, wir wollen den Film- und Medienstandort in Wismar ausbauen, neue Ideen und Konzepte mit neuen Partnern entwickeln. Seit langem hat das Kultusministerium darüber mit dem MV Film e.V. verhandelt und nach Lösungen für die anstehenden Probleme gesucht, an Gesprächen und Treffen mangelte es nicht. Leider konnte der Filmverein bis zuletzt kein überzeugendes Konzept vorlegen. Ausserdem finde ich es erstaundlich, dass der Filmverein das Wohl und Wehe des Landesfilmzentrums ausschließlich von seiner Existenz abhängig macht."
Eine Arbeitsgruppe der Landesregierung habe inzwischen ihre Tätigkeit aufgenommen, um das Landesfilmzentrum in einen neue Trägerschaft zu überführen, so Minister Tesch. Dabei wollen sich die Hochschule und die Stadt Wismar sowie die Filmhochschule Babelsberg mit neuen Ideen einbringen, wie sich die Hansestadt als Film- und Medienstandort des Landes weiter profilieren kann.
"Nach einer Neuorientierung des Filmvereins steht einer Zusammenarbeit mit den anderen Partnern nichts entgegen - im Gegenteil! Das sollte der Verein auch als Chance verstehen."
Die kulturelle Filmförderung soll zukünftig durch eine Jury beim Kultusministerium vergeben werden. Ausserdem wird in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium die wirtschaftliche Filmförderung in MV etabliert. Damit werden Voraussetzungen geschaffen, von der Bundesförderung partizipieren zu können.
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