Landesinitiative "Zukunft Meer": Zwischenbilanz positiv - mit innovativen Projekten in die Zukunft
Der Maritime Koordinator hat gemeinsam mit dem Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr dem Kieler Kabinett einen Zwischenbericht über die bisherige Arbeit der Landesinitiative "Zukunft Meer" vorgelegt.
19.06.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-HolsteinDie bewährten zwei Säulen, nämlich die Koordinierung der Meeresaktivitäten in Schleswig-Holstein und die Präsenz mit dem Thema auf europäischer Ebene werden fortgesetzt. "Die Landesinitiative "Zukunft Meer" entwickelt beispielhafte Projekte wie in den Bereichen Gashydrat-Technologien, Marine Wirkstoffforschung, Marine Aquakultur oder Ozean-Monitoring, die zur Lösung unserer Probleme auf dem Feld der Energieversorgung, der Ernährung, der Medizin, aber auch des Umweltschutzes beitragen können. Diese Arbeit soll konsequent fortgesetzt werden", so Wirtschaftsminister Dietrich Austermann heute (19. Juni) im Anschluss an die Kabinettssitzung in Kiel. "Gute Grundlagenforschung ist die Voraussetzung dafür, dass Projekte schließlich in der Wirtschaft umgesetzt werden und dort langfristig Arbeitplätze schaffen und sichern."
"Zukunft Meer" wird sich zukünftig u.a. mit "Systemlösungen zum Bau modularer Forschungsschiffe" befassen sowie dem Projekt "Bioaktive Oberflächen". Dabei geht es um lebende und nicht-toxische Schiffsanstriche/Antifouling durch Applikation von Bakterienkulturen auf Schiffsrümpfe und auch um Korrosionsschutz für Flügel von off-shore Windkraftanlagen.
Ein Flaggschiff-Projekt ist und bleibt aber die System- und Technologieentwicklung zur Deponierung von CO2 (in fester und damit sicherer Form) in Gashydratlagerstätten unterhalb des Meeresbodens bei gleichzeitiger Gewinnung von Methan (CO2-Deponierungs- und CH4-Gewinnungstechnologien für den off-shore-Bereich "Made in Schleswig-Holstein"). Gashydrate stellen gewaltige Energiepotenziale dar, die umfangreicher sind als Gas, Öl und Biomasse zusammen.
Prof. Dr. Peter M. Herzig, Maritimer Koordinator des Landes Schleswig-Holstein: "Die Landesinitiative "Zukunft Meer" ist ein Erfolgsmodell für Schleswig-Holstein. Im Rahmen dieser Initiative sind viele Themen und Projekte - besonders zwischen maritimer Wirtschaft und Wissenschaft - erfolgreich angeschoben und durchgeführt worden. Das maritime Netzwerk ist dichter und belastbarer geworden, darauf wollen wir für die Zukunft weiter aufbauen."
Die maritime Wirtschaft in Schleswig-Holstein erwirtschaftet 8,5 Prozent des Bruttonationaleinkommens, so viel wie der Tourismus, und auch der ist im Wesentlichen maritim geprägt im Land zwischen den Meeren. Rund 1.400 Unternehmen mit 45.000 Beschäftigten erwirtschaften einen Umsatz von 5,5 Milliarden Euro - Tendenz steigend.
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